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Artikel » Auto & Verkehr Der Dampfmotor als Antriebsart der Zukunft | | Ohne die Erfindung der doppelt wirkenden Dampfmaschine im 18. Jahrhundert durch den schottischen Erfinder James Watt, hätte es in den nachfolgenden Jahrhunderten keine technische Revolution gegeben. Ohne die technische Revolution und der damit verbundenen Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre, da wäre die Welt heute nicht vom Klimawandel bedroht. Von der Senkung der Schadstoffemission ist die Rede und vom Drei-Liter-Auto. Von der guten alten Dampfmaschine reden hingegen höchstens noch einige wenige Nostalgiker. Ganz so ist es nicht, in Form des Dampfmotors könnte die Dampfmaschine eine Renaissance erleben. Seit Mitte der 90er Jahre werden teilweise recht intensive Forschungen zur Entwicklung von Dampfmotoren betrieben, die mit einem Porenbrenner bestückt werden und bei denen der Wasserverbrauch durch Rückgewinnung äußerst gering ist. Was dennoch in die Umwelt entweicht, ist nahezu frei von Schadstoffen. Der Aufbau eines Dampfmotors entspricht in etwa dem eines herkömmlichen Zweitaktmotors, nur das hier weder Benzin noch Diesel als Arbeitsmedium genutzt wird, sondern Wasserdampf. Im Unterschied zu einer Dampfmaschine entweicht der Dampf jedoch nach dem Arbeitshub nicht einfach in die Umwelt, sondern wird über einem Kondensator erneut verflüssigt. Anders als beim Verbrennungsmotor werden keine Ventile oder Einspritzpumpen für die Zuführung des Kraftstoffs in den Zylinder verwendet, sondern Dampfinjektoren. Beim Betrieb dieser neuzeitlichen Dampfmaschinen werden Temperaturen bis 800 °C und Drücke bis 100 bar erreicht. Dementsprechend hohe Anforderungen werden an das Material für Kolben und Zylinder gestellt. In Frage kommen hier Spezialstähle, Keramikstoffe und Werkstoffe aus Kohlenstoff. Das Herzstück des Dampfmotors bildet ein Porenbrenner, der die chemische Energie aus Erdgas, Benzin, Diesel oder Biokraftstoffen in thermische Energie umwandelt. Die eigentliche Verbrennung erfolgt dabei ohne offene Flamme in den Poren eines keramischen Körpers. Die Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs im Porenbrenner erfolgt weitgehend schadstofffrei. Ein Porenbrenner ist nicht nur in Verbindung mit einem Dampfmotor für den Einsatz in Kraftfahrzeugen geeignet. Sowohl in häuslichen, wie auch in industriellen Bereichen gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Bis der Porenbrenner und der Dampfmotor zum Einsatz kommen, ist jedoch noch einiges an Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten.
| | | 14.02.2007 16:47:58 von |
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