Ehe Sie mit dem Laminat verlegen anfangen, sollten Sie sich ein klein wenig Zeit nehmen und sich über wichtige Punkte einige Gedanken machen. Heimwerken sollte man gut vorplanen!Wir haben dazu für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die nach unserer Auffassung alle wichtigen Vorüberlegungen beinhaltet.
* Laminat ist vor allem für die schwimmende Verlegung erstellt.
Sollten Sie trotzdem das Laminat vollflächig leimen wollen, erkundigen Sie sich beim Holzhändler, welches Laminat verwendbar ist und welcher Kleber von Ihnen gekauft werden sollte. Ansonsten gelten gleiche Regeln an den Untergrund wie bei der Verklebung von Parkett (siehe "Parkett verlegen")
* Der Untergrund muß grade, nicht feucht und stabil sein.
Da Laminat sehr dünne ist, übertragen sich Unebenheiten relativ zügig, so daß notfalls mit Ausgleichsmasse nachgebessert werden muß. In Neubauten sollte generell der Estrich beim Hausbau auf Feuchtigkeit mit einem CM-Messgerät geprüft werden. Um das Risiko weiter aufsteigender Feuchte zu verringern, sollte eine mindestens 2 mm dicke PE-Folie auf dem Estrich ausgebreitet werden, wobei darauf zu achten ist, dass Folienbahnen mindestens 30 cm überlappen und am Fußbodenrand soviel Folie stehen bleibt, dass noch ein Stück Folie an der Wand hinter der abschließenden Sockelleiste stehen bleibt. Nur so ist gewährleistet, dass keine Feuchtigkeit über den Fußbodenrand in den Laminatboden einsickern kann.
* Nie Laminat im Bad oder Keller nutzen, da die Umgebung zu nass ist.
* Laminatverlegung auf Fußbodenheizung ist grundsätzlich gangbar, allerdings muß das Laminat ausdrücklich für die Verarbeitung auf Fußbodenheizung passend sein.
Verwendbar sind nichtsdestoweniger nur Warmwassersysteme. Auf elektrischer Fußbodenheizung sollte nicht verlegt werden. Bei neuen Heizestrichen ist vom Heizungsbauer ein Auf-und Abheizprotokoll zu erstellen. Sobald dieses Protokoll zusammen getragen wird, muß der Boden eine Phase lang liegen.(Zement-Estriche mindestens 25 Tage, Anhydrit-Estrich wenigstens 15 Tage). Nach dem Protokoll muß eine CM-Messung des Estrichs gemacht werden, um den Feuchtigkeitsgehalt zu ermitteln. Dabei dürfen Zement-Estriche max 1,8 CM % und Anhydrit-Estrich max 0,3 CM % Feuchte haben. Bei Fußbodenheizung sollte grundsätzlich eine PE-Folie ausgebreitet werden (wie oben beschrieben) Die Verlegetemperatur des Estrichs sollte an der Oberfläche ca.18° C und die relative Luftfeuchtigkeit unter 70% betragen. Nach dem Verlegen muß die Oberflächentemperatur 3 Tage ständig bei circa 18° Celsius bleiben, danach in den darauf folgenden 3 Tagen sollte die Temperatur schrittweise auf Bedarfstemperatur erhöht werden.
* Grundsätzlich sollte die Raumtemperatur während der Verlegung bei ca 18°C liegen und die relative Luftfeuchte unter 70 %.
* Wenn Sie das Laminat heraussuchen, überlegen Sie in welchem Bereich Sie das Laminat einsetzen wollen. Das Laminat kann dann mit der geforderten Beanspruchungsgruppe ausgewählt werden.
* Machen Sie ein genaues Aufmaß von den Flächen, in denen der Fußboden verlegt werden soll. Wenn Sie im wilden Verband legen (siehe"Verlegemuster "), müssen Sie auf die erechnete Grundfläche in m² ca.5-10% als Verschnitt dazu zählen. Klären Sie mit Ihrem Holzhändler ab, dass nicht geöffnete Pakete zurück genommen werden dürfen.
* Die Pakete sollten ca. 2 Tage verschlossen in dem Raum liegen, wo der Boden ausgebreitet werden soll, damit sich das Laminat an das Raumklima gewöhnen kann.
* Denken Sie an die geforderte Trittschalldämmung und notfalls an Sockelleisten als Wandabschluß. Ebenso müssen Übergangs- Ausgleichs-und Abschlußprofile eingekauft werden.