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Artikel » Bau & Immobilien Ablaufplanung im Bauwesen, eine neue Überlegung? | 1.1 Problemstellung Durch die komplexer werdenden Bauwerke aufgrund der fortschreitenden Entwicklung und Spezialisierung in allen Bereichen der Bautechnologie, den veränderten Anforderungen an Bauwerke durch die anwachsenden Bedürfnisse der Bauherren bzw. Nutzer, steigt die Anzahl der Projektbeteiligten und damit auch die Anzahl an Schnittstellenproblemen. Diese ansteigenden Probleme, hervorgerufen durch die Komplexität in Planung, Projektierung, Ausführung und Inbetriebnahme, müssen bei der Abwicklung bzw. vor der Ausführung von Bauprojekten vom Projektmanager gelöst werden. Obwohl eine Vielzahl von technischen Normen, Verordnungen, Honorarordnungen usw. versucht das komplexe System von Auftraggebern, Auftragnehmern, Anweisenden, Ausführenden, Planern und Überwachern zu regeln, ist es in der baulichen Praxis oft nicht klar definiert, wer und wann welche Leistung mit welcher Genauigkeit zu erbringen hat 1. Verbesserungsbedarf besteht in der Koordination der Beteiligten bzw. der Bauabläufe um einen optimalen Terminablauf zu gewährleisten, mit dem Ziel Kosten und Zeit einzusparen. Es fehlt an einer Organisationsablaufgrundlage in Form eines Strukturplans / Basisablaufplans die schneller und demnach kostengünstiger eine Ablaufplanung für ein Bauwerk zulässt, ohne das der Planer sich erst die Standartorganisationsabläufe zusammenstellen muss. Die Untersuchungsergebnisse des Forschungsberichtes der Hochschule Erfurt aus dem Jahre 2006 unterstreicht das in der Arbeitsvorbereitung (32%) das Hauptproblem zu finden ist. Das Ergebnis suggeriert, dass in der Arbeitsvorbereitung erhöhter Verbesserungsbedarf besteht. Eine dieser Weiterentwicklungen sollte der Ansatz dieser Arbeit sein. Die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) bestätigt das Ergebnis der Hochschule Erfurt mit einer ähnlich angelegten Untersuchung. Zum einen ist es die unzureichende Projektplanung und zum anderen sind es die unklaren Anforderungen und Ziele die zu Beginn eines Projektes definiert werden.1.2 Zielstellung In der Literatur gibt es einige Werke, die sich mit Projektabläufen in der Bauwirtschaft beschäftigen. Des Weiteren sind Forschungsberichte über Ablaufstörungen in Bauprojekten bzw. über deren Einflussfaktoren für die Terminsicherung im Bauprojektmanagement veröffentlicht worden . Zielsetzung dieser Arbeit ist die Organisation des Bauprojektablaufs im Speziellen die einzelnen Vorgänge und Abhängigkeiten für einen Musterablauf eines Hochbaubauprojektes normaler Ausstattung zu standardisieren und aus der Sicht des Projektleiters zu verbessern. Diese Arbeit soll für die Zukunft einen „roten Faden“ bzw. eine Ablauforganisationsstandardisierung für Projekt- und Bauablaufplanungen geben, um eine wirtschaftliche und effiziente Terminplanung zu gewährleisten. Diese Optimierung ist mathematisch nicht messbar, scheint aber aus logischer Sicht nachvollziehbar, da durch eine standardisierte Ablauforganisation eine Vorlage als Grundlage dient und diese auf das zu bearbeitende Projekt angewendet werden muss. Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Anwendung diese Modells ist, dass der Planer bauspezifisches Fachwissen besitzt und die Abhängigkeiten zwischen den Abläufen richtig einschätzt. Ferner wird davon ausgegangen, dass die notwendigen Qualitäten und Quantitäten von Mitteln jeglicher Art in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Zum einen wird eine Organisationsstruktur eines Standard - Ablaufplans als Musterablauf mit der dazugehörigen Vorgangsnummer entwickelt. Diese Organisationsstruktur soll für die Zukunft als Grundlage jeder Ablauf- und Terminplanung dienen. Zum anderen wird eine allgemeine Organisationsstruktur eines Bauablaufs mit all seinen Projektbeteiligten entwickelt und vorgestellt. Der in dieser Arbeit entwickelte logische Ansatz der Standartorganisationsablaufplanung soll sowohl die Arbeitsvorbereitung als auch die Realisierung von Bauprojekten verbessern und optimieren. 1.3 Vorgehen Das Thema dieser Arbeit ist der Bauablauf unter deutschen Verhältnissen. Es wird ein Organisationsstrukturmodell erstellt, aus dem ein Basisorganisationsablaufplan für den Bauablauf auf der Baustelle mit der dazugehörigen Mustervorgangsliste und ein Standartorganisationsablaufplan für den Projektablauf mit all den Baubeteiligten entwickelt. Durch Literatursichtung werden die wichtigsten Begriffe zusammengestellt, bevor dann der logische Modellansatz vorgestellt und erklärt wird. Des Weiteren werden verschiedene Projektmanagement Methoden kurz beleuchtet und dargestellt. Ferner wird auf die Situation in England eingegangen, da Großbritannien weltweit als Vorreiterland im Projektmanagement gilt. Autor: Frank Holtmann, Dortmund Literaturverzeichnis: 1 Heilfort Th., Ablaufstörungen in Bauprojekten, Expert Verlag, Renningen 2003
| | | 02.07.2007 13:38:23 von |
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