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Beim Fachwerkhaus handelt es sich um eine sehr stabile traditionelle
Bauweise, welche ihre Wurzeln in der germanischen Zimmermannskunst
des 6. Jahrhunderts n. Chr. hat. Die Konstruktion besteht hauptsächlich
aus einem Holzbalkengerüst,
dessen Wandgefüge aus senkrechten Ständern besteht, welche auf so
genannten waagerechten Saumschwellen aufliegen. Die Längs- und Querschwellen
des Außengerüstes, sowie schräge Kopf- und Fußstreben vervollkommnen
die Fachwerkkonstruktion
und verstärken zusätzlich die Stabilität. Die Hauptlast des Holzgerüstes
liegt allerdings (ähnlich wie bei Schiffsmasten) auf den senkrechten
Ständern. Die Auslassungen zwischen den Holzbalken werden mit Lehmflechtwerk
oder auch mit Ziegeln aufgefüllt. Die Außenkanten der Holzkonstruktion
wurden häufig mit aufwändigen Schnitzereien verziert. Der Fachwerkbau
war besonders im Mittelalter sehr verbreitet, wurde jedoch teilweise
bis ins frühe 20. Jahrhundert angewandt. Sehr viele Fachwerkbauten
sind bis heute erhalten und auch noch bewohnt. Besonders in den
Regionen Niedersachsen und Hessen sind noch zahlreiche Fachwerkhäuser
zu sehen. Nicht wenige davon stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.
Autor: HS Onlinemarketing GmbH
info (at) hs-onlinemarketing.de
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