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Spezialimmobilien, erhöhtes Risiko

Hotels, Musicaltheater, Multiplexkinos und Freizeitparks können unter einem Dachbegriff, den "Sonder- und Spezialimmobilien" zusammengefasst werden. Diesen Immobilien ist gemein, dass sie für einen ganz speziellen Verwendungszwecks oder aber Nutzer hin geplant und erbaut wurden. Wohl auch gemeinsam haben diese Immobilien, dass durch ihre eingeschränkte Drittverwendungsfähigkeit das ökonomische Risiko deutlich höher ist als bei einem Einfamilien-Massivhaus.

Dieses Risiko macht es besonders wichtig sich den Lebenszyklus des Objektes genau anzuschauen. Bei der Betrachtung von Produktlebenszyklen lässt sich zwischen Einführungs-, Wachstums-, Reife-, Sättigungs- und der Degenerationsphase, in der die wirtschaftlich sinnvolle Nutzung endet, unterscheiden.

Vielerorts entstehen "Totgeburten" durch ungenügende Überprüfung der Nachfrage für solche Sonder- und Spezialimmobilien. Bedingt durch die Kurzlebigkeit vieler Trends ist es auch nicht ganz trivial entsprechende Vorhersagen zu treffen. Oft passiert es dadurch das solche Objekttypen von der Einführung in die Degenerationsphase übergehen.

Gewerberaummakler, Investoren und Betreiber sollten deshalb mit kürzeren Lebenszyklen rechnen als bei einem "normalen" Massivhaus, hier geht man in der Regel von 80 Jahren aus. Die zur Anpassungen an die jeweiligen Trends nötigen Umbauarbeiten müssen also schon bei der Planung mit einkalkuliert werden.

Der Weg von der Planung bis zur Fertigstellung einer solchen Spezialimmobilie wird dadurch länger, komplizierter und risikoreicher. Noch während der Bauphase kann sich das Käufer- oder Nachfrageverhalten drastisch ändern und dann sind wesentliche Änderungen des Projektes unumgänglich um das schon investierte Kapital wieder zurück zu erwirtschaften.

Bedingt durch viele andere Angebote der Freizeitgestaltung haben die Freizeitimmobilien eine besonders starke Konkurrenz. Freizeitbeschäftigungen wie Inline-Skaten, Trecking oder auch Kick-Board fahren brauchen keine speziellen Orte und sind damit oft, wenn auch nicht gleich ersichtlich, direkte Konkurrenz für Objekte wie Vergnügungsbäder, Kinos oder Musicaltheater.


Thomas Kroll

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