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Beratungsansätze für berufliche Weiterentwicklung

Die Liste der Methoden, welche mittlerweile angeboten werden, um an der Schnittstelle zwischen Beruf und Privatleben zu beraten ist groß. Work-Life-Balance fällt einem als Schlagwort dazu ein. Mentoring und Coaching sind Ansätze, als weitere wären sicherlich auch noch Supervision und natürlich Psychotherapie zu anzuführen. Leitende Mitarbeiter, Führungskräfte, Selbstständige und Freiberufler sehen sich in ihrem Berufsalltag oft Situationen ausgesetzt, die ihnen innerhalb ihres eigenen Umfeldes und ohne Hilfe von außen nicht mehr bewältigbar erscheinen. Sowohl Mentoring als auch Coaching setzen an dieser Stelle an und möchten Bewältigung eben solcher Situation bewirken oder zumindestens fördern.

Beim Mentoring schöpft der Mentor aus seinem beruflichen wie persönlichen Erfahrungsschatz. Er gibt Erfahrungen aus seinem Leben weiter und verhilft so dem Mentee durch Tips bzw. Ratschläge zu neuen Ansatzpunkten. Dabei macht sich der Mentor ein Bild der spezifischen Situation des Mentees, beurteitl diese und leitet daraus Anregungen bzw. Lösungsvorschläge ab. In diesem Setting kommt dem Mentor eine gewisse Vorbildfunktion zu, Ähnlichkeiten in der aktuellen Situation des Mentees zu bereits Erlebtem des Mentors wirken sich positiv auf die Qualität der „Beratung“ aus. Der Mentee nimmt in erster Linie die Rolle eines Lernenden an. Er kennt die fachlichen und/oder persönlichen bzw. sozialen Qualitäten des Mentors an und billigt diesem die Kompetenz zu, über den in der Beratungssituation relevanten Aspekt seines Lebens Handlungsempfehlungen abzugeben und Entscheidungshilfen anzubieten. Eine Respektsperson, welche Ähnliches erfolgreich durchlebt habt, versucht die eigenen Erfahrung auf die Lebenssituation des zu Beratenden anzuwenden und gibt quasi von Außen Ratschläge in Form von fachspezifischem Wissen weiter. Oftmals kann dies durch ein Bezugnehmen auf das eigene Erlebte und ein Herstellen von einer gewissen Parallelität zwischen damaliger und heutiger Situation geschehen. Der Mentor begleitet „seinen“ Mentee als wohlwollender Vertrauter und kritisch-konstruktiver Berater. So die Beziehung zwischen Mentor und Mentee von ausreichend Vertrauen und Vertraulichkeit gesegnet ist und der Mentee, die ihm unterbreiteten bzw. vorgelebten Lösungen annehmen kann, verspricht dieser Mentoring-Ansatz durchaus gute Erfolge.

Coaching hingegen, insbesondere Ansätze wie systemisches Coaching, zielt darauf ab, die eigene Lösungskompetenz des Coachees zu stärken. Als individuelle Entwicklungsprozess ist Coaching mentales Training in mehreren Dimensionen: Der Coachee lernt dabei, gewohnte Denk- und Handlungsmustern zu überprüfen und zu verändern. Er gilt als Spezialist für seine Probleme und für die zur Lösung dieser Probleme notwendigen Ressourcen. Der Coach ist lediglich Spezialist, um diesen Prozess der Lösungsfindung zu steuern.


22.11.2007 18:29:23 von segelsetzen
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