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Abitur nach 12 Jahren

Deutsche Studierende benötigen im Vergleich mit Studierenden anderer Länder mehr Zeit für ihren Abschluss: Die durchschnittliche Studiendauer an Universitäten betrug 2001 sieben Jahre und an den Fachhochschulen fünf Jahre. Hinzu kommt oft der Abschluss einer Ausbildung, die Leistung von Zivil-/Wehrdienst oder die Wiederholung eines Schuljahres. Im Endergebnis sind deutsche Universitätsabsolventen selten unter 30 Jahre alt. Demgegenüber stehen zum Beispiel britische Universitätsabsolventen, die nahezu alle unter 25 sind. Um diesen Missstand zu beseitigen hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die Verkürzung der Schulzeit bis zur Studienberechtigung von 13 auf zwölf Jahren beschlossen. Zusätzlich werden an den Universitäten Bachelorstudiengänge und Masterstudiengänge eingeführt. Das Abitur nach zwölf Schuljahren ist in einigen Bundesländern bereits verbreitet. In den anderen Bundesländern ist die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren fest geplant. Im Zusammenhang mit dem Abitur nach zwölf Jahren steht das achtjährige Gymnasium, das so genannte G8. An den Unterrichtsinhalten (Lehrstoff) ändert sich trotz der verkürzten Schulzeit nichts. - Es erfolgt lediglich eine Umstrukturierung der Schulstunden: Die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden wird von durchschnittlich 30 auf 33 bis 37 Unterrichtsstunden erhöht. Die Schulzeitverkürzung bis zum Abitur führt nicht zur Streichung von Lehrerstellen. Allerdings führt die Umverteilung des Unterrichtsstoffes zu einem höheren Leistungsdruck - vor allem schon in der fünften und sechsten Klasse. Galten diese Jahrgangsstufen früher als Probe- oder Orientierungsstufen, sind die Schüler beim neuen Unterrichtsplan wesentlich mehr gefordert. Wahrscheinlich werden einige Kinder mehr Probleme haben, sich bereits in diesem Alter an den hohen Leistungsanspruch des Lehrstoffes anzupassen. Unter Umständen ist hier die rechtzeitige Inanspruchnahme von Nachhilfe angebracht. Vor allem beim Erlernen des Basislehrstoffs der unteren Klassen sollte das Kind sicher begleitet werden. Das Kind fühlt sich auf diese Weise nie alleine mit schulischen Verständnisfragen und auch der Leistungsdruck wird minimiert. Ein kompetenter Nachhilfelehrer ebnet dem Kind also einen sicheren Weg zum Abitur nach zwölf Jahren.

Andreas Reer
s_reer (at) arcor.de


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