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Jeder Lehrer
kennt sie: den jungen Mann/ die junge Frau, die in der hinteren
Ecke des Klassenraums sitzen, eine große Tüte mit Eis - Tee sowie
Pringle Paprika Chipse in der praktischen Röhrendose vor sich und
die Ohren verstopft mit den Kopfhörern ihrer MP - 3 - Player. Von
Zeit zu Zeit klingen sphärische Töne aus eben dieser hintersten
Ecke: Eine Freundin meldet per SMS das nachmittägliche Unterhaltungsprogramm
an. Dann werden die regungslosen Gesichter für einen kurzen Moment
lebendig, während die ansonsten feinmotorisch ungeschickten Finger
blitzesschnell eine Antwort in die Tastatur hämmern: "Ey, sitze
noch im Knast. Alter, voll krass. Hol mich hier raus. :."
Die Klage, die man von Lehrern mit am häufigsten hört: "Ich habe
das Gefühl, als müsste ich die komplette Erziehung des Elternhauses
übernehmen/nachholen. Ich komme gar nicht mehr dazu, mein Fach zu
unterrichten, die Hälfte der Stunde geht mit Anweisungen herum."
Beim Kontakt mit eben diesem Elternhaus geht der Kommunikations
- GAU dann in die nächste Runde: Eltern, die dringend eingeladen
werden, erscheinen nicht. Andere beschweren sich über das Leistungsniveau
(zu hoch, zu niedrig), wieder andere behaupten lautstark, dass ihr
Kind gemobbt wird (zu viel/ zu wenig Beachtung).
Die meisten weigern sich, Erziehungsansätze der Schule auch zu Hause
konsequent zu verfolgen, z.B. indem sie ihren Sprösslingen vor dem
Schulbesuch das Handy wegnehmen oder den MP-3 - Player. Überforderte
Eltern und überforderte LehrerInnen stehen sich feindselig gegenüber
- zu Lasten der SchülerInnen, die nach Schulabschluss einer in jeder
Hinsicht verschärften Situation auf dem Arbeits - und Ausbildungsmarkt
gegenüber stehen.
Ausbildende Betriebe beschweren sich denn auch in schöner Regelmäßigkeit
über fehlende Kompetenzen der Schulabgänger: einfaches Prozentrechnen
sowie deutsche Grammatik, Rechtschreibung und Ausdrucksweise beherrschen
sie nicht und ihre sozialen Kompetenzen lassen betriebliche Ausbilder
die Augen zum Himmel verdrehen.
Und nun müssen die kritisierten und gestressten Lehrer auch noch
"Weiterbildungspunkte" sammeln zur Verbesserung ihrer "psycho -
sozialen und methodischen" Fähigkeiten.
Hier bietet sich für Lehrer an, ganz nach der Devise: "Es gibt keine
Probleme, es gibt nur auf den Kopf gestellte Lösungen", aktiv die
Methode zu suchen, die sie selber in der oben geschilderten Situation
stärkt und die gleichzeitig Werkzeuge anbietet, auch die Jugendlichen
in ihrer Persönlichkeit so zu fördern, dass auch deren zweifellos
vorhandene positiven Ressourcen zu Tage treten - damit beide, Lehrer
und Schüler, wieder flexibler von den unterschiedlichen Fronten
aufeinander und auf den Schulerfolg zugehen können.
NLP (neuro - linguistisches Programmieren) eine Coaching - und Kommunikationsmethodik
aus den USA, bietet seit nunmehr fast 30 Jahren diese Werkzeuge.
In einer NLP
- Coaching - Ausbildung oder einem einfachen Methodenseminar
des NLP lernen Menschen (nicht nur LehrerInnen), aus der Kraft der
eigenen Persönlichkeit zu schöpfen, sich angemessene Ziele zu setzen,
mit Burn - Out - Situationen gelassen und flexibel umzugehen.
Sie lernen, einem Problem mit Neugier und nicht mit Verzweiflung
zu begegnen. NLP - Coaching - Ausbildungen oder auch schon ein erstes
Einführungsseminar können den Blick öffnen für die Persönlichkeit
des Gegenübers und für die Möglichkeiten, dieses andere Individuum
in seinen Wachstums - und Veränderungsprozessen zu unterstützen.
Schließlich kann in einer NLP - Ausbildung gelernt werden, mit konträren
Kommunikationspartnern, z.B. Eltern, zielorientiert an gemeinsamen
Lösungen zu arbeiten und sich selber so aus der Schusslinie zu bringen,
dass wieder die gemeinsame Sache im Vordergrund steht: Das Wohl
der Jugendlichen.
Martina Mlody
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