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Interkulturelles Know-how als Grundvorausetzung für erfolgreiche Exportgeschäfte

Exportgeschäfte wollen gut vorbereitet sein: Es muss die Logistik stimmen, Verkaufsstellen müssen gegründet werden, man braucht gut ausgebildete Vertreter, die Finanzierung muss stehen und die verschiedensten rechtlichen Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden. Ein Punkt wurde in der vorangehenden Auflistung bewusst ausgespart: das interkulturelle Know-how. Und dies aus dem einfachen Grund, dass dieser Aspekt sehr oft von den Betroffenen außer Acht gelassen bzw. unterschätzt wird. Spätestens beim gemeinsamen Business-Lunch merkt man, dass wer in der Landessprache bestellt und in den landesüblichen Umfangsformen sattelfest ist, schon das halbe Geschäft gemacht hat. Durch die zunehmende Internationalisierung im Geschäftsleben gewinnen gediegene Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz immer mehr an Bedeutung und werden zum entscheidenden Faktor über geschäftlichen Erfolg oder Misserfolg. Sprachkompetenz und Einfühlungsvermögen sind aber nicht nur ein Garant für gute persönliche Beziehungen: Sie tragen auch wesentlich zum guten Image des Unternehmens bei. Denn bei aller Internationalisierung gilt nach wie vor eines: global denken und lokal handeln. Wer E-Mails, Pressemeldungen und Zeitungsartikel in einer Fremdsprache lesen kann, kann schneller reagieren als die "sprachlose" Konkurrenz. Und wer Geschäftsgespräche mit ausländischen Kunden in deren Sprache führen kann und Präsentationen in einer Fremdsprache abhalten kann, punktet bestimmt besser als derjenige, dem jede Fremdsprache spanisch vorkommt. Abhilfe können die maßgeschneiderte Sprachkurse bzw. Seminare für Geschäftsleute, die von vielen international tätigen Übersetzungsbüros, Sprachschulen und Kulturinstituten angeboten werden, schaffen.

Bei wichtigen Geschäftsverhandlungen sollte es Standard sein, dass die Verhandler entweder die Sprache des jeweiligen Gesprächspartners sehr gut beherrschen oder sich von hoch qualifizierten Dolmetschern begleiten lassen. Leider ist es oft so, dass sich zwei Geschäftspartner, deren Muttersprache nicht Englisch ist, mühsam auf Englisch unterhalten, ohne einander wirklich zu verstehen. Dies führt nicht nur zu Missverständnissen aber auch sehr oft zum Abspringen der Geschäftsverhandlungen. Darüber hinaus wird von vielen Geschäftsleuten die Tatsache, dass ihr Gegenüber sich die Mühe gibt, einen Dolmetscher mitzubringen bzw. zur Verfügung zu stellen, als besondere Wertschätzung ihrer Person und ihrer Firma betrachtet.

Wer sich als Exportunternehmen wirklich ernst nimmt, macht nicht nur von den Dienstleistungen der Dolmetscher Gebraucht, sondern lässt sich auch von professionellen Übersetzern unterstützen. Verträge, Betriebsanleitungen, Prospekte etc. sind für Exportunternehmen die beste Visitenkarte, wenn sie sprachlich in Höchstform sind. Dafür schädigen Bedienungsanleitungen, die vor Fehlern strotzen, und Websites in holprigem Englisch, den Ruf des Exportunternehmens in ungeahnter Weise.
Dr. Leopold Decloedt


02.10.2007 00:11:30 von Leopold
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