Im deutschen Güterverkehr werden heute sehr große Mengen verschiedener Gutarten transportiert. Diese lassen sich in zwei große Gruppen einteilen, in Stückgut und Massengut.Als Stückgut werden alle Güter bezeichnet, die stückweise, also einzeln, mit Fördermitteln (Gabelstapler o.ä.) oder per Hand auf das Transportmittel der Speditionen verladen werden können. Die kleinste Verpackungseinheit der Stückgüter ist das Packstück, auch Kollo (Mehrzahl:Kolli) genannt.
Arten von Stückgütern sind z.B. Kisten, Maschinenteile, Kabelrollen oder Fässer.
Massengüter werden in großen Mengen verladen und haben oft physikalisch einen gleichmäßigen Charakter. Massengüter lassen sich in Schüttgut, Sauggut und flüssiges Massengut einteilen.
Schüttgüter haben eine lose Form und werden in Transportmittel geschüttet.
Als Schüttut kommen z.B. Baustoffe (Kies, Sand, Zement), Lebensmittel (Getreide,Salz, Mehl) und Füllstoffe (Pellets, Granulate) oder Kohle und Erze vor. Saugüter werden mit Spezialmaschinen verladen, den Saughebern. Sie werden in das Transportmittel gesaugt. Flüssige Massengüter sind zum Beispiel Erdöl-und Flüssigerdgas. Sie werden in Tanklaster oder Pipelines gepumpt. Im Schiffsverkehr wird bei Massengütern auch von Schiffsladungen gesprochen. Dann zählen auch Bananen, Autos, Stahl oder lebendige Tiere zu den Massengütern.
Heute werden viele Güter auch in Container geladen und dann zum Empfänger gebracht. Das hat den Vorteil, daß die Güter vor Umwelteinflüssen oder Diebstahl geschützt werden und im Stückgutbereich verschiedene Kolli in einer Sendung zusammengefasst werden können. Es gibt Container in unterschiedlichen Größen für alle Gutarten.