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Neben dem
Raps wird im Moment dem Hanf und dem Miscanthus
einiges ökonomisches Potential zugebilligt.
Während der Hanf
eine einjährige Pflanze ist, kann man Miscanthus
(auch Chinaschilf oder Elefantengras genannt) zwanzig Jahre lang
ernten.
Miscanthus wird vor allem als Biomasselieferant
(für Biogasanlagen) angepflanzt. Man kann aus dem Erntegut des
Grases allerdings auch Baustoffe und Tiereinstreu produzieren.
Der Hanf ist ungleich vielseitiger. Aus den Hanffasern
können Textilien, Dämmstoffe und Faserverbundstoffe
hergestellt werden. Beim Faseraufschluss fallen die Hanfschäben
als Sekundärrohstoff an. Diese holzigen Bestandteile sind in der
Lage große Mengen an Flüssigkeit aufzunehmen, zudem stauben sie
kaum. Diese beiden Eigenschaften machen die Hanfschäben
zu einem hervorragenden Material als Tiereinstreu. Besonders Pferdezüchter
halten ihre Pferde lieber auf Hanfschäben als auf Stroh. Die Bedeutung
von Hanfschäben als Pferdeeinstreu ist noch im Wachsen
begriffen, weil auch Pferde zunehmend unter Stauballergien leiden.
Neben den Schäben und den Fasern liefert der Hanf auch noch ein
hochwertiges Pflanzenöl, welches insbesondere von der Kosmetikindustrie
nachgefragt wird. Neben den wertvollen Inhaltstoffen des Öl wird
das Öl auch deshalb gern gekauft, weil Hanf auch im konventionellen
Anbau in der Regel ohne Pflanzenschutzmittel und Pestizide
angebaut wird.
Klaus-Martin Meyer
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