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Der strategische
Unternehmenswert von Industriedesign
Aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks wird es für viele
Unternehmen immer schwieriger, sich mit ihren Produkten im Markt
durchzusetzen. Industriedesign ist ein probates Mittel, um die
Marktposition zu festigen. Hier liegt ein großes Potenzial, um
den Umsatz zu steigern, die Marke zu stärken und gleichzeitig
Kosten zu senken. Indukom-Redakteurin Dagmar Weindl sprach mit
Hanjo Nyhuis, der sich auf Produktentwicklung in Verbindung mit
Marketing spezialisiert hat.
Indukom Herr Nyhuis, welche Möglichkeiten bietet gutes
Industriedesign? Ist es wirklich mehr als nur nachträgliches
Produkt-Make-Up?
Nyhuis Auf jeden Fall! Industriedesign ist ein wesentlicher
Baustein in der Marktorientierung eines Unternehmens, damit hat
es strategischen Unternehmenswert. Design ist nicht nur das Feilen
am Produktäußeren, sondern der gesamte Prozess von der Idee
bis hin zum fertigen Produkt. Insofern bildet Industriedesign
in Verbindung mit sämtlichen Managementebenen ein unternehmerisches
Gesamtkonzept.
Indukom Was kann ein Unternehmen mit gutem Design erreichen?
Nyhuis Zum einen wird durch gutes Design die Markenkraft
gestärkt, indem die Produktwertigkeit gesteigert und auch das
Qualitätsimage positiv beeinflusst wird. Angesichts der immer
größer werdenden Austauschbarkeit vieler Produkte wird es immer
wichtiger sich durch ein professionelles Design vom Wettbewerb
abzuheben. Das hochwertige Produktäußere, eingebettet in ein strategisches
Design-, Fertigungs-, und Marketingkonzept wird so zum
entscheidenden Verkaufsfaktor.
Indukom Gibt es noch mehr Potenzial?
Nyhuis Darüber hinaus sind Kosteneinsparungen durch Modulbaustrategien
oder Produktfamiliendenken möglich. Funktionelle Bauelemente,
Gehäuseelemente oder Baugruppen können oftmals aus anderen Produktlinien
übernommen und weiterentwickelt werden, so dass hier bei der Produktentwicklung
wesentliche Kosten reduziert werden können. Außerdem können die
vorhandenen Daten, die im Designprozess entstanden sind,
schnell und kostensparend in Marketingkampagnen eingesetzt werden.
Die Prozessentwicklung fängt dann erst richtig an, wenn
umsatzsteigernd, ressourcenschonend auch die Schätze an Produktdaten
und -wissen genutzt werden. Viele Unternehmen wissen hier noch
gar nichts über die neuen Möglichkeiten.
Indukom Welchen Stellenwert sollte das Produktdesign Ihrer
Meinung nach im Unternehmen haben?
Nyhuis Viele Marketingverantwortliche und Produktmanager
sind sich inzwischen einig, dass ein Produkt nicht nur konstruktiv,
sondern auch funktionell, ästhetisch und kostenseitig funktionieren
muss, um bei der jeweiligen Zielgruppe am Markt angenommen
zu werden. So werden die strategischen Entscheidungen immer häufiger
direkt bei der Geschäftsleitung oder den Marketingverantwortlichen
angesiedelt, auf operativer Ebene sind Produktmanagement, der
Vertrieb und die Konstruktion in der Verantwortung.
Indukom Wie sollte die Produktentwicklung idealerweise
aussehen?
Nyhuis Am Anfang steht die intensive Auseinandersetzung
mit dem Kunden selbst, mit dem Produkt und vor allem auch mit
den Kunden des Kunden. Daraus wird ein Konzept entwickelt. Erst
danach beginnt der Designprozess des Produkts. Die ergonomischen
Faktoren werden genauso in die Entwürfe eingebracht wie erste
Ansätze zur Fertigung oder etwa Aussagen über Modulgruppen. 3D-Modelle
gehen unter anderem oft schon auf Formen, Farben, Oberflächenbeschreibungen
und Funktionalitäten ein. Dann wird das Produkt anhand spezieller
CAD-Programme ausmodelliert, dreidimensional visualisiert und
es werden Maßzeichnungen angefertigt. Das Resultat bildet oft
auch ein Designmodell. Am Ende dieser Stufe ist die Produktion
eines funktionsfähigen Prototyps möglich. Seit wenigen Jahren
können aber auch mit den vorhandenen Daten virtuelle Prototypen
angefertigt werden, die ohne teuren Prototypenbau eine Vielzahl
von Produktvarianten simulieren können.
Indukom Welche Vorteile hat das für das Marketing?
Nyhuis Das Marketing profitiert sehr schnell vom Designprozess.
Zum einen lässt sich ein gut durchdachtes und designtes Produkt
besser und teurer verkaufen. Darüber hinaus bieten neueste Technologien
die Möglichkeit, sehr effizient den Kunden z.B. durch virtuelle
Prototypen in die Produktentwicklung mit einzubeziehen - und so
den Markterfolg abzusichern.
Indukom Hat das auch Auswirkungen auf Kommunikationsmaßnahmen?
Nyhuis Die in der Produktentwicklung gewonnenen Daten können
schon parallel in die Entwicklung von, Verpackungen oder etwa
technischer Dokumentationen einfließen. Oftmals kann schon die
Marketing- und Vertriebskampagne eingeleitet werden, CD-ROMs
erstellt oder Prospekte gedruckt werden, noch lange bevor das
Produkt eigentlich auf dem Markt ist. So lässt sich insbesondere
in internationalen Märkten der Faktor "Time to market" extrem
verkürzen. Die Mehrkosten, die eine 3D-Visualisierung bedeutet,
sind durch die Kostenersparnis im Marketing schnell wieder wettgemacht.
Wichtig ist vor allem der ganzheitliche Ansatz, der das ganze
Bündel der Produktkommunikation von der Entwicklung über das Design,
Sales, Aftersales und Marketing mit einbezieht.
Indukom Welche Empfehlungen haben Sie für die Unternehmen?
Nyhuis Das Design sollte im Entwicklungsprozess noch öfter
ein-gebunden werden und einmal entwickelte Linien konsequenter
durchgezogen werden. Besonders für den Mittelstand gibt es hier
noch viele ungehobene Potenziale. Um im Markt künftig bestehen
zu können reicht es nicht mehr nur aus, wenn die Produkte markt-
und zielgruppenorientiert und qualitativ hochwertig
sind. Industriedesign ist hier das Mittel der Wahl, um die Produkte
hervorzuheben und marktfähig zu machen. "German Design" ist nach
wie vor ein Gütesiegel - deutsche Unternehmen sollten diesen Aspekt
nutzen, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Kunden der MOVING ELEMENTS GmbH urteilen so:
Dr. Dietmar Scharf, Entwicklungschef Elcon Systemtechnik GmbH
"Unsere Geschäftsbereiche, wie z.B. TELEMATIK- UND VERKEHRSTECHNIK
oder PROFESSIONAL MOBILE AUDIO sind heiß umkämpfte Nischenmärkte.
Bei diesen Produkten bestimmt die Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle
die Kundenakzeptanz sehr wesentlich. Untrennbarer Bestandteil
ist ein unverwechselbares und ergonomisches Design, das gleichzeitig
Forderungen moderner Herstellungstechnologien berücksichtigt.
Bei der Ausarbeitung einer neuen Gerätefamilie ist es uns gemeinsam
mit der Firma Moving Elements gelungen, diese komplexe Aufgabenstellung
zu meistern. Die geforderten Eigenschaften der neuen Produktlinie
wurden zielsicher herausgearbeitet und mit einem generalistischen
Blick von außen ergänzt. In kurzer Zeit entstand eine Vielzahl
realitätsnaher 3D-Modelle einschließlich Beschriftung und Namensgebung
sowie eine zielgruppenorientierte Kundenpräsentation. Die damit
mögliche Kundenarbeit verhindert frühzeitig Fehlinvestitionen
in der Entwicklung nicht marktgerechter Produkte. Die kurze Realisierungszeit
ermöglichte gleichzeitig eine Kostensenkung. Die Zusammenarbeit
mit professionellen Industriedesignern erlaubt uns die Konzentration
auf die Entwicklung der Gerätefunktion."
Pressekontakt:
Moving Elements GmbH
Frau Romana Karoske / Herr Hanjo Nyhuis
Mitteldeutsches Multimediazentrum
Mansfelder Straße 56 06108 Halle (Saale)
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Fax +49 345 203 69 4 66
info@movingelements.com
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