Das gerade neu entstandene World Wide Web wuchs in den 80er Jahren - trotz der noch relativ geringen Anzahl an Teilenehmern - so rasant, dass die darin vorhandenen Datenmengen schnell so groß wurden, dass weitere Softwareentwicklung nötig wurde, um darin zu finden, wonach man suchte – die allersten Suchmaschinen entstanden.Während die breite Öffentlichkeit noch kein Interesse am Internet zeigte, wurden die ersten Suchmaschinen an Universitäten entwickelt. Eine frühe Suchmaschine war z.B. „Archie“, eine Art Webkatalog, den man zu Anfang der 90er zum durchsuchen von FTP-Archiven entwickelt hatte. Eine weitere Suchsoftware war Veronica, ein Suchdienst, der zur gleichen Zeit an einer US-Universität entwickelt wurde und auf den Internet-Dienst Gopher spezialisiert war.
Wer damals Suchmaschinen nutze, musste spezielle Client-Software installieren - an graphische Oberflächen, wie man sie heute z.b. von Google kennt, war damals noch lange nicht zu denken.
Der erste Suchdienst, der ähnlich funktionierte wie heutige Suchdienste war der von Michael Mauldings entwickelte WorldWideWebWanderer. Dieser war mit einer Software (Wandex) ausgestattet, die die automatisch Links verfolgen konnte und damit in der Lage war, die zuvor gesammelte Daten selbstständig zu durchsuchen.
Mauldings, der auch an der Softwareentwicklung für den WorldWideWebWanderer beteiligt war, begann kurz danach mit der Entwicklung der Suchmaschine Lycos. Zur gleichen Zeit entstand auch Yahoo, ein Suchdienst, der zunächst eine Sammlung der beliebtesten Internetadressen-Adressen zweiter Studenten war. Beide Suchmaschinen fanden rasch großen Anklang und exstieren bis heute.
Ab 1995 entstanden dann die ersten Suchdienste, die nicht an Unis, sondern in Unternehmen entwickelt wurden. Heute, gut 12 Jahre später, existieren so viele Webkataloge und Suchmaschinen, dass kaum jemand noch in der Lage wäre, sie alle zu zählen....