Offsetdruck – Erläuterung und Definition
Der Offsetdruck ist ein Flachdruckverfahren, das sich aus der Lithographie entwickelt hat und das Resultate höchster Druckqualität erzielen kann. Es beruht darauf, dass verschiedene Stoffe (Flüssigkeiten) an einem anderen verschieden gut haften (Benetzungsverhalten).
Der noch heute die Druckwelt dominierende Offsetdruck begeht in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum, denn 1907 wurde in Deutschland die weltweit erste Offsetdruckmaschine aufgestellt.
Für den Offsetdruck werden zunächst der Text gesetzt und die Abbildungen wiedergegeben. Es folgen Umbruch, Ausschießen und Bogenmontage. Nach der Plattenkopie kann die Maschine mitsamt Farb- und Feuchtwerk eingerichtet werden, bevor der eigentliche Druck beginnt.
Hierbei werden Teile der Druckplatte mit der Druckfarbe benetzt, diese überträgt das Bild auf ein Gummituch, das einen Zylinder umschließt, das wiederum die Farbe auf das eigentliche Trägermaterial (Papier, Textilien, Folien etc.) druckt. Das Gummi bewirkt, dass sich die Druckplatte nicht am zu bedruckenden Material abschleifen kann. Wegen dieser Zwischenübertragung ist der Offsetdruck ein indirekter Druck.
Gedruckt wird meist im Farbspektrum Cyan, Magenta, Yellow und Key; wobei jede Farbe mit einer gesonderten Platte gedruckt werden muss. Farben außerhalb dieses Schemas müssen gesondert aufgebracht werden. Unterschieden wird zwischen Bogen- und Rollenoffset (je nach Ausgangsform des verwendeten Papiers). Bogenoffset wird bei kleineren und mittleren Auflagen, zum Beispiel bei Büchern, verwendet, Rollenoffset bei Großauflagen wie für Zeitungen oder Kataloge.