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Toner
nachfüllen? Wir alle kennen das, wenn der Drucker ausnahmsweise
mal anstandslos funktioniert ist plötzlich die Farbe alle, ausgerechnet
dann wenn gerade ein Termin drängt und der Geldbeutel geschont
werden muss. Doch bei modernen Laserdruckern die immer
mehr auf dem Vormarsch sind ist es kein Beinbruch mehr wenn der
Toner alle ist. Anders als bei Tintenstrahldruckern die
wie der Name schon sagt Tinte benötigen ist es beim Toner ungleich
einfacher möglich den Toner - der ja als Pulver daherkommt
- nach zu füllen. Es kann nichts verspritzen, der Teppich geht
nicht gleich flöten. Doch so einfach ist das nicht. Hersteller
der Hardware verdienen natürlich einen Großteil ihrer Einnahmen
mit dem Verkauf von fertigen Druckkassetten also neuem Toner der
bereits in einer neue Tonerkartusche geliefert wird. Dabei ist
das sogar unnötig und erzeugt vom Standpunkt der Umwelt vermeidbaren
Müll. Toner-Kartuschen können doch problemlos mehrfach genutzt
werden! Nun heißt das Verfahren Toner nach zu füllen, schlicht
Refill also englisch für nachfüllen. Toner nachfüllen ist
auch gar nicht schwer wenn man eine Anleitung zur Hand hat die
am besten auch bildlich vorführt wie genau der Nachfülltoner
in die Kartusche gelangt. Das unterscheidet sich je nach Laserdrucker-Hersteller
teils kaum teils an entscheidenden Stellen. Nachfüllen ohne Anleitung
ist also nicht zu empfehlen, denn manche Kartusche soll vorab
ganz geleert sein während manch andere noch einen Rest Tonerpulver
verlangt beim Refill. Die Unkompatibilitäten sind kein Zufall.
Proprietäre Erzeugnisse sorgen für eine dauerhafte Kundenbindung.
Böse Zungen sehen da sogar eine Analogie zum Drogenhändler der
den Konsumenten abhängig macht. Das Methadon des Büroangestellten
stellt eine einfache und logische Erfindung dar: Sog. Refill-Toner
also schlicht Toner der zum Refill bestimmt ist. Ohne Kartusche,
in Plastikflaschen abgefüllt wird er bestellt und zum selbst nachfüllen
geliefert oder aber bei Bedarf, inbesondere bei Zeitmangel zu
empfehlen, können die Tonerkartuschen eingesandt werden und werden
vom Toner-Lieferanten geliefert. Die Hersteller sehen das natürlich
nicht so gern, verlieren sie lukrative Marktanteile. So ist für
Drucker und Toner-Produzent OKI
Toner-Refill ein rotes Tuch. Per Studien wird versucht Refill-Toner
zu diskreditieren und Anbieter OKI-kompatibler Toner werden
als direkte Konkurrenz betrachtet und entsprechend bekämpft. Doch
auch andere Hersteller erschweren das Nachfüllen unnötig, durch
technische Hürden etwa. Ob das Absicht ist sei dahingestellt doch
soll etwa bei der Modellreihe Xerox
Phaser Toner nachgefüllt werden müssen zusätzlich Zählerchips
ersetzt werden. Es gibt aber erfreuliche Beispiele: So ist bei
Lexmark
Toner bereits nach fünf Schritten nachgefüllt.
Theodor Schumacher
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