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Astroschamanismus - ein neuer Weg zu tiefer Erkenntnis

Im Astroschamanismus verbinden sich psychologische Astrologie und schamanisches Arbeiten. Die grundlegenden Antworten der Astrologie werden durch die klaren und oft überraschenden Einsichten aus der schamanischen Reise bereichert - und umgekehrt. Durch diese neue Methode erhalten wir tiefe, umfassende Antworten auf Fragen, die uns am Herzen liegen. Alle denkbaren Themen unseres Lebens sind willkommen: unsere Beziehungen zu anderen Menschen, Fragen zu Beruf und Finanzen, Gesundheit u.v.m. Der nachfolgende Fall aus der astroschamanischen Beratungspraxis von ToPAS München soll einen Einblick in die Aussagemöglichkeiten des astroschamanischen Arbeitens geben.

Doris* ist Lehrerin, Ende 30 und lebt mit Bernd in einer festen Beziehung. Er ist ein paar Jahre jünger als sie. Seit längerem fühlt sich Doris müde und ausgelaugt. Sie hat Angst vor einer Depression und denkt oft, dass alles keinen Zweck hat. Ihren Partner sieht sie neben sich, weiß aber nicht, wie sie ihn ansprechen soll, denn sie hat Angst, er könnte eine Trennung in Erwägung ziehen. Bernd sagt zwar immer, dass für ihn alles in Ordnung sei – sie will oder kann ihm das aber nicht recht glauben. Als sie sich entschließt, Hilfe in einer astroschamanischen Beratung zu suchen, wünscht sie sich verzweifelt Anregungen, um ihre Situation zu klären und zu verbessern.

Schamanische Reise

Das erste Bild der schamanischen Reise zeigt Doris, wie sie auf allen Vieren am Boden kriecht. Sie ist völlig erschöpft, am Ende ihrer Kräfte. Sie weiß nicht mehr, was sie will und wer sie ist. Diese totale Erschöpfung nimmt sie als Angst vor einer Depression wahr. Ihre Seele droht sich totzustellen. Deshalb denkt sie oft, dass vieles keinen Zweck hat. Gegen dieses Gefühl stemmt sie sich und bekämpft es, indem sie übermäßig im Außen aktiv ist – v.a. auf beruflichem Gebiet. Die Grenzen ihrer Kraft hat sie längst überschritten. Doris sagt: „Aber ich kann doch noch kriechen!“ Ihr wird geantwortet: „Wenn du so weitermachst, wirst du bald nicht mal mehr das können. Mach eine lange Pause, lass dich krankschreiben und erhole dich. Dann wirst du Bernd auch wieder wahrnehmen und Frau sein können.“
Im nächsten Bild greift Doris in ihrer Kraftlosigkeit nach Bernd. Sie hofft, dass er sie aufrichtet. Das kann er aber nicht leisten. Er wird mit zwei Gesichtern gezeigt: das hintere weint alte Tränen wegen des unverarbeiteten Todes seines Vaters. Das vordere Gesicht weint, weil er die Hilflosigkeit seiner Partnerin sieht, aber nicht weiß, was er tun soll. Er spürt, dass sie sich allein hinstellen muss. Dann können sie sich wieder auf einer Augenhöhe wahrnehmen und miteinander sprechen. Seine alten Tränen zeigt er ihr nicht, weil er Angst hat, sie damit noch weiter zu belasten.
Die schamanische Welt rät Doris nachdrücklich, eine Pause einzulegen. Sie braucht dringend eine längere Auszeit, um sich vollständig zurückzuziehen, Kraft zu tanken, zur Ruhe und sich selbst zu kommen. Wenn sie sich wieder spürt, kann sie ihren Partner auch wieder wahrnehmen. Die Partnerschaft selbst ist jetzt nicht das Thema und sie braucht keine Angst vor einer Trennung zu haben.

Die Situation im Spiegel ihres Horoskops

Doris Neigung, sich zuviel zuzumuten, springt astrologisch sofort ins Auge. Ihre Mondstellung zeigt ihre Neigung, ihre persönlichen Bedürfnisse zugunsten eines überhöhten Arbeitsethos zu missachten. Sie ist beruflich wie auch privat ein sehr aktiver Mensch, angetrieben von der Sehnsucht nach Lebendigkeit. Leider setzt sie sich dabei oft selbst unnötig unter Druck und verliert manchmal die Verhältnismäßigkeit der Mittel aus den Augen. Jupiter im ersten Haus verstärkt noch die Gefahr, kräftemäßig auf übergroßem Fuß zu leben. Seine optimistische und auf Wachstum bedachte Grundenergie bewirkt, dass sie die Dinge gern übertreibt. „Das geht schon!“ flüstert er ihr auch dann noch ins Ohr, wenn ihr Mond längst die weiße Fahne gehisst hat. Sie muss besonders darauf achten, sich hinsichtlich ihrer Kräfte nicht zu überfordern - besonders auch im Beruf. Die Stellung ihres nördlichen Mondknotens verrät, dass berufliche Etablierung für sie wichtige Lernaufgabe, aber auch ungewohntes Terrain ist. Deshalb fällt ihr dort die Auseinandersetzung mit allen, die sie als Autorität sieht, auch besonders schwer. Diesen Konflikten jetzt nicht aus dem Weg zu gehen, darauf weist sie Saturn hin. Zum Zeitpunkt der Beratung durchläuft er ihr zweites Haus, was sie als tiefgreifende körperliche Erschöpfung erfährt. Die hemmende Kraft Saturns im Haus der körperlichen Substanz fordert sie auf, sich ihrer physischen Grenzen bewusst zu werden und für diese einzutreten – gerade auch im beruflichen Umfeld, wo sie die meiste Substanz lässt. Uranus, Planet der Emanzipierung, unterstützt Saturn in diesem Anliegen. Er beginnt gerade seinen Durchlauf durch das neunte Haus, in dem auch die höhere Bildungsanstalt – ihr Arbeitsplatz – angesiedelt ist. Er will ihr die Gelegenheit bieten, sich hier zu befreien. Wovon? Das neunte Haus symbolisiert auch unsere Überzeugungen. Doris kann also die uranische Energie dazu verwenden, ihre Glaubenssätze zu überprüfen.
Als Doris zur Beratung anruft, liegt sie bereits im Bett, am Ende ihrer Kräfte. Spontan fängt sie an zu weinen, als sie die Ergebnisse der astroschamanischen Arbeit erfährt. Die klare Aufforderung, sich jetzt unbedingt Rückzug und Ruhe zu gönnen, bringt ihre lange unterdrückten Bedürfnisse ans Tageslicht. Von außen bestätigt zu bekommen, was sie innerlich schon längst wusste, aber sich nicht eingestehen wollte, wirkt befreiend auf sie. Sie ist froh, dass die Beziehung mit Bernd nicht das Thema ist und sie sich im Grunde nah sind – auch, wenn sie das im Moment nicht so wahrnehmen kann.

Nach der Beratung

Nach ein paar Tagen Krankenstand stellt sich Doris der Situation am Arbeitsplatz und bittet um ein Gespräch beim Rektor. Sie teilt ihm ihre Situation mit und bespricht mögliche Lösungen. Seit er von ihren Schwierigkeiten weiß, bemüht er sich um eine Verbesserung ihrer Situation. Das allein hat Doris schon sehr geholfen und die Lage für sie entspannt.


[ Ludger Hülskötter & Sabine Winkel]

Ludger Hülskötter ist psych. Astrologe und Sabine Winkel ist Schamanin. Gemeinsam leiten sie ToPAS in München. Sie unterstützen Privatpersonen und Unternehmen astroschamanisch und bieten Seminare zu verschiedenen Themen an. Nähere Infos unter www.topas-muenchen.de

(*Namen und biografische Angaben verändert)


19.04.2007 19:36:00 von ludger67
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