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"Katzenkaffee": der etwas andere Kaffee

Mit dem Begriff "Kaffee" verbindet wahrscheinlich jeder Mensch ein schwarzes, koffeinhaltiges Getränk, das aus Kaffeebohnen, egal ob geröstet oder gemahlen, hergestellt wird. Die Kaffeebohnen werden nach der Ernte, abhängig von der Kaffeesorte, auf unterschiedliche Art und Weise aufbereitet und anschließend zur Geschmacksoptimierung geröstet.

Beim "Kopi Luwak" hingegen handelt es sich um eine spezielle Kaffeesorte, die durch ein eher ungewöhnliches Verfahren gewonnen wird und mit Kaffee im "traditionellen" Sinne wenig zu tun hat.
Der Name "Kopi Luwak" stammt von den indonesischen Worten "Kopi" (übersetzt: Kaffee) und "Luwak", welches einerseits eine Region im indonesischen Java bezeichnet, andererseits eine Bezeichnung für den dort beheimateten Fleckenmusang ist. Fleckenmusangs sind nachtaktive Schleichkatzen, die in den Wäldern Indonesiens leben. Sie ernähren sich von den Früchten der Kaffeepflanze, in größerem Maße jedoch von Insekten und anderen Früchten, so dass sie die Bohnen fast ohne jegliches Begleitprodukt wieder ausscheiden. Lediglich die rote Schale der Kaffeefrucht wird in ihrem Körper verdaut, d.h. nur die eigentliche Kaffeebohne wird wieder ausgeschieden.

Dieses Exkret wird schließlich von den Einheimischen gesammelt, gesäubert und leicht geröstet. Die Geschmackseigenschaften des so entstandenen Kaffees sind einzigartig und unterscheiden sich deutlich von denen des herkömmlichen Kaffees, da die Kaffeekirschen speziellen Enzymen im Darm des Fleckenmusangs ausgesetzt sind, die dem "Kopi Luwak" ein dunkles, volles und zugleich erdiges bzw. "dschungelhaftes" Aroma verleihen.

Der Preis für ein Kilogramm Kaffebohnen dieser Sorte beläuft sich auf etwa 1.200 Euro. Demnach würde eine Espressotasse etwa 6 Euro kosten.
Dieser recht hohe Preis verleitet viele indonesischen Bewohner immer öfter dazu, die Fleckenmusangs zu fangen und diese für die Herstellung der wertvollen Kaffeebohnen zu missbrauchen. Die meisten Tiere gehen jedoch meist aufgrund von Mangelernährung zugrunde, da die Tiere hauptsächlich mit den Kaffeefrüchten gefüttert werden und dabei die Fütterung mit nährstoffhaltigeren Insekten und anderen Früchten vernachlässigt wird.

22.10.2007 10:08:44 von Sabine Ortmann
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