Kaffee ist nach Wasser das beliebteste Getränk der Deutschen. Doch neben vielen positiven Eigenschaften wurde ihm auch immer wieder eine schädliche Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt, von Schäden auf das Herz-Kreislaufsystem bis zur Gefahr, süchtig zu machen. Viele Studien haben sich mit diesem Thema beschäftigt, so dass Kaffee heute zu den am besten erforschten Getränken überhaupt zählt. Und sie konnten die Irrtümer über einen starken Kaffeegenuss weitestgehend ausräumen.
Eine Tasse Kaffee enthält mehr als 1000 Inhaltsstoffe. Die wichtigsten sind: Koffein, B-Vitamine, verschiedene Säuren, Fette, Kohlenhydrate und Mineralstoffe. Viele dieser Stoffe, z.B. Kohlenhydrate und Fette, kommen nur in sehr geringen Mengen vor, so dass sie auf die Nährstoffversorgung des Körpers kaum Einfluss nehmen. Doch viele andere Stoffe haben einen positiven Einfluss auf den Organismus. Dazu zählen die Vitamine und Mineralstoffe.
Ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen in Folge zu häufigen Kaffeegenusses konnte nicht nachgewiesen werden. Die großen Gefahren sind viel mehr Übergewicht, eine unausgewogene Ernährung und Zigarettenkonsum.
Es wurde auch lange angenommen, dass Kaffee den Blutdruck erhöht. Bei verschiedenen Studien zeigte sich, dass dies in gewissem Maße auch der Fall ist, allerdings nur bei Leuten, die wenig Kaffee trinken. In diesem Fall ist der Blutdruck kurz nach dem Kaffeegenuss erhöht. Bei Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, zeigte sich dagegen keine Wirkung.
Es wurde ebenfalls nachgewiesen, dass Kaffee die Beweglichkeit des Magen-Darmtraktes anregt. Das liegt daran, dass durch Kaffee die Produktion von Salzsäure im Magen und der Gallenfluss erhöht wird. Somit kann sich Kaffee positiv auf die Verdauung auswirken. Der Brauch in südlichen Ländern, nach dem Essen einen Espresso zu trinken, sollte deshalb auch in Deutschland mehr Verbreitung finden.
Abschließend lässt sich sagen, dass Kaffee wesentlich besser ist als sein Ruf. Er ist somit zu Recht das (fast) beliebteste Getränk der Deutschen.