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Hätten Sie
nicht auch mal wieder Lust auf einen saftigen Schmorbraten, ein
zartes Steak oder auf appetitlich duftendes Kochfleisch mit einer
kräftigen Brühe? Rindfleisch eignet sich wie kein anderes Fleisch
zum Braten, Kochen, Schmoren und Dünsten. Für den gelungenen Sonntagsbraten
sind die Qualität und die Wahl des richtigen Teilstücks für die
jeweilige Zubereitung natürlich von entscheidender Bedeutung.
Wussten Sie beispielsweise, dass sich die stark beanspruchten
Muskelpartien wie Beine, Brust und Nacken mit ihrem hohen Bindegewebsanteil
besonders gut zum Schmoren und Kochen eignen? Die weniger beanspruchten
Muskelpartien wie Rücken oder Hüfte sind dementsprechend ideal
zum Braten. Beim Einkauf sollten Sie unbedingt darauf achten,
dass das Fleisch
von kleineren und größeren Fettadern durchzogen (marmoriert) ist
und eine Fettauflage besitzt. Die Fettauflage ist ein Indiz für
saftiges, schmackhaftes Fleisch von gut ausgemästeten Tieren.
Rindfleisch benötigt im Allgemeinen eine lange Garzeit und ein
vorsichtiges Garen knapp am Siedepunkt verhindert, dass die Eiweißflüssigkeit
am Fleischsaft austrocknet. Auf diese Weise bleibt das Rindfleisch
zart und saftig. Dagegen kann man magere Bratenstücke mit dem
sogenannten Bardieren (umwickeln mit Speck) vor dem Austrocknen
schützen. Das begehrteste Kochfleischstück ist wegen seiner zarten
Fleischfaser die Hochrippe, auch Hohe Rippe oder Zwischenrippenstück
genannt. Zum Kochen eignet sich ebenso die Fehlrippe, der hintere
Teil des Halses mit einem hohen Bindegewebs- und Fettanteil, wie
der Kamm (Nacken und Hals). Für Kurzgebratenes, Geschnetzeltes
oder auch Schmorbraten wird das Hinterviertel des Rinds genutzt
mit der Oberschale, Unterschale, der Kugel und der Blume (Hüfte).
Ein entscheidender Faktor für die Qualität des Fleisches ist der
Reifegrad. Frisches Rindfleisch bleibt trotz sorgfältiger Zubereitung
nach dem Schlachten zäh und muss deswegen im Kühlhaus einige Zeit
abhängen. Bei diesem Vorgang bildet sich in den Muskelfasern Milchsäure,
welche das Zellgewebe lockert. Idealerweise sollte Rindfleisch,
welches zum Kochen verwendet wird 3-5 Tage reifen und Rindfleisch
zum Braten 6-12 Tage. Kurzbratstücke sollten mindestens zwei Wochen
reifen. Ob Sauerbraten, Ragout oder Gulasch - beim Metzger ihres
Vertrauens finden Sie qualitativ hochwertiges Rindfleisch. Natürlich
müssen Sie heutzutage genau unterscheiden, woher die Ware kommt,
damit Sie diese auch beurteilen können. Idealerweise kommt das
Fleisch natürlich aus dem eigenen Land und falls Sie Ressentiments
gegen Massentierhaltung hegen, dann ist der Bio-Metzger oder der
Wochenmarkt in Ihrer Stadt die Lösung. Bringen Sie mit Rindfleisch
Abwechslung in den Kochtopf! Wie wäre es mal wieder mit einem
leckeren rheinischen Sauerbraten mit Kartoffelklößen oder einem
zarten Burgunderbraten mit Pfifferlingen und Austernpilzen? Die
Vielseitigkeit von Rindfleisch lässt keine Geschmackswünsche offen.
Verführen Sie Ihre Lieben mit einem außergewöhnlichen Sonntagsbraten!
Denis Melloni
denis.melloni (at) googlemail.com
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