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Artikel » Finanzen & Wirtschaft Kriterien für die Kreditkartenauswahl | Seit 1949 in Amerika mit Diners Club die erste Kreditkarte das Licht der Welt erblickte, fand das Plastikgeld immer mehr Anhänger. Waren es in der Gründungsphase rund 200 Karten, so haben alleine in Deutschland heute mehr als 22 Millionen Menschen eine eigene Kreditkarte. Der boomende Markt ruft dabei immer mehr Unternehmen auf den Markt, die eigene Kreditkarten herausgeben. Dabei werden meist Zusatzleistungen oder Bonussysteme angeboten, die es dem Verbraucher fast unmöglich machen, das beste Angebot zu finden. Doch für diesen Fall gibt es zum Glück Verbraucherportale, die verschiedene Kreditkarten vergleichen und dem Verbraucher so die Suche nach empfehlenswerten Angeboten abnehmen. Für welche Kreditkarte sich der Kunde letzten Endes entscheidet, liegt allerdings ganz allein bei ihm. Dabei gibt es mehrere Kriterien, die man in die Auswahl verschiedener Kreditkarten einfließen lassen sollte. So ist es in einem ersten Schritt wichtig, sich überhaupt darüber klar zu sein, welche Abrechnungsart man wählen möchte. Hier gibt es drei verschiedene Kartentypen: die so genannte Charge Card, die Credit Card und die Debit Card. Bei der Charge Card werden alle Umsätze des Vormonats gesammelt, einmal pro Monat abgerechnet und dann vom Girokonto des Kunden per Lastschrift eingezogen. Bei der Credit Card hingegen erfolgt ebenfalls eine Ansammlung der Umsätze für einen Monat, dann wird aber nicht per Lastschrift eingezogen, sondern der Kunde bekommt eine Rechnung. Diese kann er entweder zinsfrei sofort oder innerhalb des vereinbarten Zahlungszieles begleichen, oder aber den offenen Saldo in Raten zurückzahlen. Dann werden allerdings Zinsen auf den jeweils noch offenen Posten fällig. Jeder neue Umsatz erhöht dann die in Anspruch genommene Kreditsumme. Dieser Typ ist das, was man klassisch unter einer Kreditkarte versteht. Die dritte Variante ist die so genannte Debit Card. Diese auch Guthabenkarten genannten Kreditkarten müssen – wie der Name schon vermuten lässt – vor ihrer Nutzung mit einem bestimmten Guthaben aufgeladen werden. Danach kann der Kunde sie wie eine normale Kreditkarte einsetzen wobei die getätigten Umsätze taggenau gebucht werden, ähnlich wie es bei einer EC-Karte der Fall ist. Neben der Wahl eines bestimmten Kreditkartentyps sind aber noch weitere Kriterien wichtig. Auch der Einsatzzweck ist wichtig. Eine Karte, die als Business Kreditkarte im Firmenalltag eingesetzt wird, muss wesentlich leistungsfähiger und mit höheren Beträgen belastbar sein, als eine Kreditkarte für eine Privatperson. Darüber hinaus zählen auch die Höhe der Guthabenverzinsung, das Entgelt für Barabhebungen am Geldautomaten, die Gebühren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr außerhalb der EU sowie bei Credit Cards der Zinssatz, mit dem der noch ausstehende Betrag verzinst wird zu den wichtigen Kriterien. Für die meisten Privatkunden sollten Bonusprogramme keine so wesentliche Rolle bei der Kartenauswahl spielen, denn über niedrige Gebühren lässt sich meist mehr Geld sparen, als über die Bonusprogramme der herausgebenden Unternehmen.
| | | 29.07.2007 14:32:20 von |
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