Die private Krankenversicherung ist eine freiwillige Krankenversicherung zu der unter bestimmten Umständen gewechselt werden kann. Sie ist grundsätzlich für alle Selbständige und Beamte offen sowie für alle Personen, die mehr als 47.700 Euro p.a. verdienen. Wissenswert ist, dass die Krankenversicherung einen Anspruch auf eine vorvertragliche Anzeigepflicht gem. 16 I VVG über den Gesundheitszustand des potentiellen Versicherten hat. Begründet ist es darin, dass die Beitragsbemessung nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Geschlecht berechnet wird. Die private Krankenkasse hast sowohl Vor- als auch Nachteile.
In der PKV gibt es verschiedene Tarifmodelle die jeder Versicherte individuell gestalten kann. So kann der Versicherte sparen indem er eine Selbstbeteiligung abschließt oder das Gesundheitsangebot unter sparsamer Verwendung annimmt. So kann er sogar bei manchen Versicherungen Geld zurückbekommen sofern er/sie eine gewisse Grenze nicht überschritten hat. Der Basistarif bei der privaten Krankenkasse ist meistens umfassender als bei der GKV. Außerdem kann sich der Versicherte den behandelnden Arzt selbst aussuchen und muss keine Zuzahlung bei Medikamenten ableisten.
Ein Nachteil besteht darin dass Menschen mit chronischer Krankheit entweder hohe Beiträge entrichten müssen oder gar nicht genommen werden. Frauen müssen mit einem erhöhten Beitragssatz rechnen da sie öfter zum Arzt müssen als Männer. Zudem steigen die Beiträge im Alter und es ist schwer wieder aus der privaten Krankenversicherung heraus zu kommen.
Im Ergebnis ist zu sagen dass wenn man über ein gutes Einkommen verfügt und seinen Vertrag überwiegend selbst gestalten möchte man bei der PKV bestens aufgehoben ist.