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Zinsen täglich - Sparbücher vs. Tagesgeldkonten

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Für Anleger, die über ihr Vermögen kurzfristig ohne Kündigungsfrist verfügen wollen, ist ein Tagesgeldkonto die optimale Geldanlage. Banken und Sparkassen richten hierfür ein Girokonto ein, auf das der Anleger einen Betrag überweist. Im Gegenzug erhält er für diesen Betrag einen Guthabenszins. Die Zinssätze für Tagesgeldkonto liegen meist zwischen 2,5 bis 4 Prozent. Bei Werbeaktionen von Banken sind teilweise auch bis zu 6 Prozent möglich. Tagesgeld-Zinsen sind doppelt so hoch, wie bei Sparbüchern, für die meist auch eine Mindestkündigungsfrist von 3 Monaten gilt, bevor man wieder an sein Geld kommt. Interessant sind auch Angebote mit gestaffelten Zinsen. Erreicht das Guthaben eine neue Zinsstufe werden mehr Zinsen gezahlt. Wie bei Sparbüchern ist der Zinssatz für Tagesgeldkonten variabel. Er kann sich entsprechend der Marktsituation auch ändern. Lagen die Zinsen vor ein bis zwei Jahren zwischen 1,75 bis 2,75 Prozent, sind sie jetzt fast überall auf über 3,5 Prozent gestiegen.


Gute Zinsen ohne Kosten

Viele Banken führen Tagesgeldkonten ohne zusätzliche Gebühren. Unterschiede gibt es bei der Zinsabrechnung. Selten gibt es Tagesgeldkonten, auf denen der Zins täglich gutgeschrieben wird. Meist wird der Zinsbetrag monatlich oder vierteljährlich überwiesen und entsprechend mit dem Gesamtguthaben verzinst. Somit profitiert der Anleger vom Zinseszins-Effekt. Für Tagesgeldkonten gilt häufig ein Mindestanlagebetrag von 5.000 oder 10.000 Euro. Verzinst wird dann aber ab dem ersten Euro. Einige Finanzinstitute haben auch Maximalbeträge eingeführt, die angelegt werden können. Damit soll sichergestellt werden, dass vorwiegend Privatpersonen ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen. Der Unterschied zu einem normalen Girokonto: Vom angelegten Geld können keine Rechnungen überwiesen werden. Über die Buchungen informiert ein Kontoauszug, der entweder in Papierform oder online bereitgestellt wird.


Zurück aufs Referenzkonto

Über sein Geld kann der Anleger grundsätzlich ohne Einhaltung einer Frist verfügen. Das geht schnell und einfach über das Internet oder per Telefon, sofern die Bank eine telefonische Kontoführung anbietet. Der gewünschte Betrag wird dann auf ein festgelegtes Referenzkonto umgebucht und steht damit dem Anleger schon einen Tag später wieder zur freien Verfügung. Tagesgeldkonten bei deutschen Banken und Sparkassen sind damit eine sehr sichere und ertragreiche Anlage und vor allem dann sinnvoll, wenn ein hoher Geldbetrag schon über Monate unverzinst auf dem normalen Girokonto liegt. Bei ausländischen Anbietern von Tagesgeldkonten gelten im Normalfall die gleichen Konditionen wie in Deutschland. Unter Umständen können aber Gebühren für die Rücküberweisung auf das Referenzkonto erhoben werden, die dann den Zinsertrag schmälern würden. Außerdem gilt im Ausland nicht der Einlagensicherungsfonds. Eine Auszahlung der Einlagen wird nicht zu hundert Prozent garantiert, wie in Deutschland.

03.03.2007 14:41:20 von Wini
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