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Artikel » Finanzen & Wirtschaft Überfordert unsere Wirtschaft den Verbraucher? | Diese Frage stellt sich der Konsument heutzutage öfters und muss sie nicht selten mit einem klaren „Ja“ beantworten. Angefangen von Aktien über Hauskauf bis Produktvielfalt und Zinsen – die Wirtschaft wird immer vielschichtiger und damit unübersichtlicher. Mit zunehmender Komplexität werden Fachleute, welche die Wirtschaft bzw. den Markt überblicken, immer weniger und der Endkonsument verliert immer mehr den Überblick – auch zunehmend über die eigenen Verträge - Konditionen, Preise, Konkurrenzangebote, Laufzeiten, Vertragsbestandteile, AGBs uvm. werden fast täglich geändert. Kennen Sie z.B. die Kündigungsfrist für Ihren Handytarif? Oder wissen Sie, wie lange Sie einen Scheck bei der Bank einlösen können, bevor er nicht mehr gültig ist? Einher mit der wirtschaftlichen Vielschichtigkeit geht die Rechtslage. Wer hat wann und wo welches Recht, seine gekauften Waren zu reklamieren bzw. den Kaufvertrag zu wandeln? Was sind Rücktrittsrecht und Widerrufsrecht beim Onlineeinkauf und wer übernimmt welche Kosten? Obwohl hier mittlerweile vieles zu Gunsten der Verbraucher geregelt ist, kennen viele ihre Rechte und oder Pflichten nicht zureichend.Aber neben der immer komplexeren Wirtschaftsrealität und der daraus resultierenden und sich anpassenden Rechtslage, gibt es auch noch die zweite Seite der Medaille – nämlich die unüberschaubare Produktvielfalt und die dazugehörende und meist nervige Werbung. Nicht nur, dass es dem Verbraucher vor lauter Schnäppchen ganz schwindlig wird und er eingelullt von der Reklame zu einem Produkt greift, egal ob er dies benötigt oder nicht bzw. über den "wahren Schnäppchencharakter" informiert ist. Sondern auch, ob das Produkt wirklich auf ihn zugeschnitten ist, seine individuellen Wünsche erfüllt und zudem sicher sowie leicht zu bedienen bzw. zu verstehen ist? Als ein wichtiges Instrument, um dahingehend dem Verbraucher einen gewissen Schutz und Aufklärung mit an die Hand zu geben, haben sich Verbraucherzentralen und der TÜV etabliert und finden in der Bevölkerung immer mehr Zuspruch. So kämpfen Verbraucherzentralen seit Jahren gegen agressives, unaufgefordertes Telefonmarketing - mit ersten Erfolgen. Die Bundesregierung will nun endlich ein Gesetz zum Schutze der Verbraucher verabschieden. Vor mangelhaften bzw. schlechten Produkten sollen bestimmte Siegel oder Kennzeichnungen auf dem Produkt selbst, z.B. „GS“ für Geprüfte Sicherheit, schützen. Obgleich Plagiate dieser Siegel aus Fernost zuweilen an der Glaubwürdigkeit kratzen. Das Internet geht sogar noch einen Schritt weiter. Foren und Blogs erlauben dem vielleicht späteren Konsumenten, sich über das bestimmte Produkt im Vorfeld zu informieren bzw. kann seine Erfahrungen mit anderen austauschen.
| | | 03.10.2007 16:04:25 von |
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