Als normaler Angestellter hat man es nicht leicht, einen Kredit von einer Bank bewilligt zu bekommen. Es werden hohe und stabile Sicherheiten abverlangt, da kaum Jemand in den Genuss eines Arbeitsplatzes auf Lebenszeit kommt. Es gibt hier nur eine Ausnahme: Staatsdiener, oder in unseren Kreisen auch Beamte genannt. Nach ein paar geleisteten Dienstjahren wird man dann zum "Beamten auf Lebenszeit" benannt. Diese Beamten haben einen gesicherten Arbeitsplatz, da sie nur in wenigen Fällen entlassen werden können. Diese Beamten genießen in der Finanzwelt einen Sonderstatus und sie können einen Beamtenkredit erhalten.
Die Zinsen sind niedriger als beim normalen Konsumentenkredit. Während normale Kredite in der Regel binnen maximal 72 Monaten zurückbezahlt sein müssen, liegt die Laufzeit bei Beamtendarlehen zwischen 12 und maximal 20 Jahren. Das ermöglicht zum einen eine weit höhere Kreditsumme und eine geringere monatliche Rate. Manche Versicherungsunternehmen bieten so genannte Kombiprodukte an: der Kreditnehmer schließt eine Kapitallebensversicherung in Höhe des gewünschten Darlehens ab. Während der Laufzeit bezahlt er nur Zinsen und Versicherungsbeitrag.
Am Ende der Laufzeit löst die Lebensversicherung einfach das Beamtenkredit ab und eventuelle Überschüsse werden an den Darlehensnehmer ausbezahlt. Ein großer Vorteil ist auch, dass Angehörige im Todesfall des Darlehensnehmers des Beamtendarlehen über diese Kapitallebensversicherung abgesichert sind.
Manche Kreditinstitute bieten diese Finanzierungsform nicht nur Beamten auf Lebenszeit, sondern auch Akademikern mit mindestens 5-jähriger Firmenzugehörigkeit und Angestellten des Öffentlichen Dienstes.