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Artikel » Finanzen & Wirtschaft Energieerzeugung und Energietransport zum Haus | Vor allem in den kalten Monaten eines jeden Jahres wird deutlich, wie wichtig eine kontinuierliche und sichere Energielieferung in die Wohnungen ist, auch wenn sich darüber kaum jemand wirklich ernsthaft Gedanken macht. Kommt es zum Stromausfall oder zur Unterbrechung der Gasversorgung, wird jedem Menschen erst einmal so richtig klar, wie die Wohlstandsgesellschaft mit seinen modernen Geräten im Haushalt von der Belieferung mit Energie abhängig ist. Die Erzeugung des Strom wird in Deutschland in vielmals modernen Großkraftwerken mit mehreren Hundert Megawatt (MW) Leistung durchgeführt. Diese werden mit Steinkohle oder Braunkohle befeuert, um aus Wasser durch Erhitzung Dampf zu erzeugen. Mit diesem Dampf, der heiß ist und unter hohem Druck steht, werden Turbinen angetrieben, die über stabile Wellen mit dem Generator verbunden sind. Im Generator wird dann letztendlich der Strom erzeugt. Das Erzeugungsgrundprinzip im Generator ähnelt dabei dem Fahrraddynamo. Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Stromnetz gespeist, meist das Hochspannungsnetz, und über teilweise Hunderte Kilometer ins Land verteilt. Ein geringer Teil des Stroms wird zur Eigenversorgung des Kraftwerkes benötigt. Auf dem Weg zum Verbraucher wird der Strom in verschiedene Netze wie Mittelspannungsnetze und Niederspannungsnetze transformiert, um dann beim Verbraucher als 220-Volt-Energie aus der Steckdose zu fließen. Die Höhe der dabei entstehenden jährlichen Stromkosten kann der Verbraucher noch durch einen Strom Preisvergleich über das Internet senken. Es gibt aber nicht nur Kohlekraftwerke, sondern beispielsweise auch Atomkraftwerke, die nicht mit Kohle befeuert werden sondern mit speziellen Brennstäben aus radioaktivem Material Wärme für die Dampfturbinen erzeugen. Der Strom aus solchen Kraftwerken kann unter Umständen günstiger erzeugt werden als in Kohlekraftwerken, aber die Entsorgung der radioaktiven Brennstäbe birgt weitere Kosten und vor allem ein hohes Strahlungsrisiko für die Umwelt bei unsachgemäßer Behandlung. So genannte Castoren, das sind Behälter, die gegen äußere einwirkende Kräfte durch Sturz oder Brand besonders geschützt sind, dienen dem Transport des radioaktiven Materials zum Zwischenlager oder Endlager, welche meistens in unterirdischen Salzstöcken liegen. Um es im Winter warm zu haben, sind fast die Hälfte aller Haushalte in Deutschland direkt oder indirekt vom Erdgas abhängig. In Heizkraftwerken, einige Stadtwerke betreiben dazu Gas-Turbinen-Kraftwerke, oder im eigenen Heizungskeller wird das Gas in Form von Erdgas zur Erzeugung der Wärme genutzt. Im eigenen Heizungskeller wird mit dem Erdgas dann der Heizungskessel über einen Gasbrenner befeuert. Stellt man bei der Abrechnung fest, das der Gaspreis wieder gestiegen ist, hat man auch im Internet einen Gaskosten Preisvergleich aller Gasanbieter in seiner Region. Transportiert wird das über Bohrtürme geförderte Erdgas übrigens von den Förderstellen über große Rohrleitungen, in welche Verdichterstationen eingebaut sind, um das Gas über eine Druckerhöhung weitertransportieren zu können. Der Transport von Erdgas erfolgt teilweise über mehrere Tausend Kilometer, wie es der Fall vom sibirischen Erdgas nach Deutschland ist.
| | | 12.12.2007 11:51:04 von |
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