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Artikel » Finanzen & Wirtschaft Transatlantische Hochzeit vor dem Aus | Wenn eine Ehe vergeht, dann leiden die Kinder und es wird teuer. Das lässt sich auch auf die Wirtschaft übertragen. Im Jahre 1998 haben zwei riesige Automobilkonzerne eine Hochzeit gefeiert, die traumhaft war und eine goldene Zukunft versprach. Im Jahre 2007 feiert sie nun ihren neunten Geburtstag. Die Ehe ist damit nur knapp über das verflixte 7. Jahr gekommen und nichts sieht mehr rosig aus in der Ehe von Daimler und Chrysler. Besonders Chrysler schreibt Milliardenverluste und verliert ständig das Vertrauen seines Ehepartners aus Stuttgart. Die Eheberater der transatlantischen Ehe, auch Manager genannt, schließen eine Scheidung nicht mehr aus und dies, weil sie die Eheleute schlecht beraten haben. Chrysler war 2004 und 2005 im Aufwind, machte einen guten Umsatz und so hat der Spitzmanager Dieter Zetsche daran festgehalten, weiterhin die großen Spritschlucker zu bauen, mit denen der Konzern bis dahin Erfolg hatte und völlig den Trend verkannt, den der Klimawandel uns diktiert und der mit gesundem Menschenverstand leicht abzusehen war. Eine Fehlentscheidung, die wahrscheinlich 13.000 Beschäftigten des US Konzerns Chrysler ihre Arbeitsstelle kosten wird. Es wird erwogen, zwei Standorte zu schließen. Dies allerdings ist nicht neu bei Daimler-Chrysler. Der kurzfristige Gewinn des US-Partners wurde vor Jahren unter anderem schon durch die Schließung von sechs Werken und der Streichung von 26.000 Stellen erzielt.
| | | 15.02.2007 09:19:30 von |
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