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Die weissrussische
Republik ist für die internationale Wirtschaft ein relativ neuer
Partner, dessen bisher unausgeschöpftes Potenzial noch viel erhoffen
lässt. Die Wirtschaftspolitik bemüht sich derzeitig um eine Erhöhung
ihrer Beteiligung an der internationalen Arbeitsteilung, kontinuierliche
Integration in die Weltwirtschaft und Verbesserung der internationalen
Wettbewerbsposition.
Die Entwicklung von Freien Wirtschaftszonen um die Investitionspolitik
der internationalen Geschäftspartner zu vereinfachen und der eigenen
Wirtschaft zur Erleichterung als fester Bestandteil zu den Reformationen.
Anreize
Für die Ansässigen der Freien Wirtschaftszonen sieht die Gesetzgebung
folgende Steuer- und Zollvergünstigungen vor:
- Lediglich 7 von sonst, anhängig von der Unternehmensgröße, 10
bis 30 Steuern und Gebühren
- Mehrwert- und Gewinnsteuer werden auf 50% gesenkt.
- Allgemeine Steuerbefreiung, sofern das Unternehmen in einem vom
Staat geförderten Tätigkeitsprofil arbeitet
- Der Absatz von Erzeugnissen eigener Produktion wird für 5 Jahre
von der Gewinnsteuer befreit
- Außer Zollformalitäten fallen keine Zölle bei Einfuhr in die FWZ
an
- Bei Ausfuhr von innerhalb der FWZ produzierten Waren auf das Territorium
der Republik Belarus werden keine Zollgebühren erhoben
Da freie Wirtschaftszonen in Weißrussland jedoch recht neu sind,
existieren in ihrer Konzeption jedoch noch Schwachstellen.
Ausländische Beteiligung
Die Tatsache das die Nationalbank auf dem Gebiet der FWZ eine Monopolstellung
inne hat bringt ein Reihe von Schwierigkeiten in der Abwicklung
von Geschäften. Die Unterentwicklung des Finanzdienstleistungssektors
mit modernem Instrumentarium entspricht nicht den Entwicklungszielen
und -perspektiven der FWZ. Lediglich 20 - 30% des Gesamtinvestitionsvolumens
stammen von ausländischen Unternehmen - dies erfüllt jedoch nicht
die an die FWZ gestellten Erwartungen.
Tor in die GUS
Attraktiv ist eine Investition in Weißrussland
jedoch nicht nur wegen der Freien Wirtschaftszonen, denn aufgrund
ihrer Lage in Nähe von Russland ergeben sich noch wesentlich größeMärkte.
Die Lage in Osteuropa,
an der Kreuzung von Transportwegen, Verbindungsnetzen und Öl- beziehungsweise
Gasleitungen zwischen Westeuropa, Russland und Asien stellt Weißrussland
das Tor zur GUS für ausländische Investoren dar.
Thomas Kroll |