|
Gesetzlich oder
privat versichern? Diese Frage stellt sich Selbstständigen, Studenten
und Personen die mehr als 3.937,50 Euro im Monat (Stand 2006) verdienen.
Für Studenten ist die Entscheidung noch relativ leicht. Oft scheitert
es nur daran, dass diese Personengruppe nichts von ihren Möglichkeiten
weiß. Studenten, die normalerweise verpflichtet sind nach Studienbeginn
in eine gesetzliche Krankenversicherung
einzutreten können sich auf Antrag in den ersten drei Monaten davon
befreien lassen und eine privaten Versicherungsschutz wählen. Dieser
wird dann genauso wie der gesetzliche Versicherungsschutz vom Bafög
mit 47 Euro im Monat bezuschusst. Studenten, die in der Regel jung,
unverheiratet und kinderlos sind, können in der privaten Krankenversicherung
eine ziemliche Menge an Geld einsparen. Schwieriger wird die Entscheidung
dann für die Besserverdiener und für Selbstständige. Hier ist ein
sehr genaues Lesen der Versicherungsbedingungen und eine neutrale,
ausführliche Beratung absolut angeraten und auch notwenig. Einmal
getroffene Entscheidung für eine private
Krankenversicherung können nicht so einfach revidiert werden.
Vor allem mit zunehmendem Alter steigen die Versicherungsprämien
stark an und aus dem möglichen Vorteil zu Versicherungsbeginn kann
schnell ein erheblicher Nachteil entstehen. Trotzdem erfreut sich
in Deutschland die private Krankenversicherung großer Beliebtheit,
da rund 9 Millionen Bürger eine solche Krankenversicherung
gewählt haben und weitere 6 Millionen Menschen sich eine private
Zusatzversicherung leisten. Eines der besten Argumente für eine
private
Krankenversicherung wird fast täglich über die Medien propagiert,
die Besserbehandlung der privaten Versicherungsnehmer
durch den Arzt. Der Hinweis Privatpatient zu sein öffnet dem Patienten
oft sehr schnell die Türen und für Termine, auf die der Kassenpatient
oft wochenlang warten muss, findet der Arzt meist ziemlich schnell
Zeit.
Heinz Wiedow
info (@) artikel-base.de
|