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Eine große
Lücke in der sozialen Versorgung ist nun geschlossen. Pflegeversicherung
bewahrt das Selbstbestimmungsrecht bis ins hohe Alter.
Zur Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit ist die Pflegeversicherung
entstanden. Diese gibt es zwar schon länger, doch bis jetzt ist
es nicht gerade der Verkaufsschlager gewesen. Der aktuelle Medienrummel
um das Thema "Qualifiziertes Pflegepersonal aus dem Ausland oder
nicht" hat das allgemeine Interesse geweckt bei allen Versicherungen
läuten die Telefone heiß. Die Bevölkerung hat erfahren, das es mit
einer Pflegeversicherung durchaus möglich ist die Mehrkosten für
eine Pflegeperson finanzieren zu lassen und dadurch das Selbstbestimmungsrecht
bis ins hohe Alter zu erhalten. Jedes Versicherungsinstitut hat
aber eine eigenes Pflegeversicherungspaket zusammengestellt und
behauptet die optimale Vorsorge erfunden zu haben. Einem Verbraucher
bleibt also nichts anderes übrig als vergleichen, vergleichen, vergleichen.
Was können die Pflegeversicherungen wirklich? Ein Vergleich zeigt,
dass man nicht nur auf Prämienhöhe, sondern vor allem auf Leistungsunterschiede
der Pflegeversicherungen
achten sollte. Das wichtigste Kriterium ist die Definition der Pflegebedürftigkeit,
also ab wann die Versicherung tatsächlich leistet. Manche Versicherer
bedienen sich der staatlichen Einteilung in Stufen, abhängig vom
Grad der Pflegebedürftigkeit. Andere orientieren sich hingegen daran,
ob bestimmte Aktivitäten des täglichen Lebens wie etwa das Ankleiden,
Essen oder das Fortbewegen im Zimmer selbständig bewerkstelligt
werden können. Unterschiedlich ist auch die Höhe der monatlichen
Leistung: Es gibt sogar Produkte in deren Genuss man nur kommen
kann, wenn man wirklich ein Schwerst-Pflegefall werden würde. Ob
dies der Sinn und Zweck sein soll, bleibt jedem selbst zu urteilen.
Auch die Prämienhöhen sind sehr unterschiedlich. Doch in einem sind
sich die Versicherungsmagnaten einig: 1. die Tarife für Frauen sind
auf Grund der höheren Lebenserwartung teurer 2. bei Vertragsabschluss
gilt: um so älter der Versicherungsnehmer um so höher seine Prämie!
Es gibt aber auch positives zu Berichten: schon ab ein paar Cent
pro Monat kann jeder seine Enkel und Kinder Mitversichern.
Andreas Stöckl
stoeckl (@)cyberhouse.at
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