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Versicherungen und private Absicherung

Zusätzlich absichern bedeutet vorausschauen und vorsorgen

Haftpflicht, Krankenversicherung, Rechtsschutz und Hausratversicherung sollten in keinem Haushalt fehlen. Sie sind die Standards und gewähren in vielen Punkten Sicherheit. Zusätzliche Versicherungen runden den Rundumschutz ab, denn Risiken lauern überall. In Zeiten, in denen gesetzliche Pflichtleistungen immer mehr zusammenschrumpfen, kann es durchaus sinnvoll sein, privat Vorsorge zu treffen.

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Ein Sturz von der Leiter beim Fensterputzen kann nicht nur sehr schmerzhaft sondern auch mit einem Krankenhausaufenthalt und einer langen Genesungsphase verbunden sein. Deshalb ist eine private Unfallversicherung nicht nur für sportlich aktive Menschen von Bedeutung, sondern für alle - sogar für Kinder. Die Unfallversicherung mildert die wirtschaftlichen Folgen, die dem Versicherten durch den Unfall entstehen. Die Höhe der Leistungen kann individuell auf den Wunsch und die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers abgestimmt werden. Hauptbestandteil der privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung. Zusätzlich können weitere Leistungen wie beispielsweise Krankentagegeld, Genesungsgeld, Unfallrente oder die Kostenübernahme für kosmetische Operationen vereinbart werden.

Wenn ein Unfall so schwerwiegende Folgen, dass der Geschädigte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, macht sich eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung oder kurz BUZ bezahlt. Sie tritt bei Berufsunfähigkeit ein, die durch Unfälle oder Erkrankungen verursacht wird. Die vertraglich vereinbarte Leistung wird monatlich ausgezahlt und soll den Verdienstausfall ganz oder teilweise auffangen. Die Höhe der zu zahlenden monatlichen Prämie richtet sich nach Eintrittsalter und Leistungsumfang. Je früher und je gesünder der Versicherungsnehmer den Vertrag abschließt, desto geringer der monatliche Beitrag und desto höher die Chance, dass die Versicherungsgesellschaft alle Risiken auch tatsächlich versichert. Bereits bestehnde Vorerkrankungen müssen nicht zwangsläufig dazu führen, dass der Antrag abgelehnt wird. Je nach Art und Schweregrad kann der Versicherungsgeber gewisse Erkrankungen jedoch aus dem Leistungspaket ausschließen.

Die Lebensversicherung ist eine der bekanntesten und verbreitetsten Versicherungen überhaupt. Sie kann in Form einer Kapitallebensversicherung oder einer Rentenversicherung abgeschlossen werden. Hauptbestandteil der Lebensversicherung ist die Abdeckung des Todesfallrisikos. Dadurch kann sie für die Hinterbliebenen existenzsichernd sein. Besonders wenn Kinder in der Familie leben, Kredite noch nicht abbezahlt sind - wie zum Beispiel bei der Finanzierung einer Immobilie - ist der Abschluss einer sogenannten Risikolebensversicherung sinnvoll. Sie zeichnet sich durch günstige Beitragssätze aus, leistet aber auch nur im Todesfall - um Geld anzusparen und fürs Alter vorzusorgen ist sie daher nicht geeignet.

Hierfür ist eine Kapitallebensversicherung prädestiniert. Sie leistet nicht nur im Todesfall, sondern auch im Erlebensfall nach einem vertraglich festgelegten Zeitraum. Die Auszahlung erfolgt in einer Summe oder als monatliche Rentenzahlung. Wird bei Vertragsabschluss eine zusätzliche Klausel über eine dynamische Erhöhung vereinbart, so steigt die zu zahlende Prämie jährlich um einen bestimmten Prozentsatz. Die Versicherungssumme wird ebenfalls gemäß der vertraglichen Restlauzeit angepasst und steigt mit. Damit können inflationsbedingte Schwankungen und Abwertungen aufgefangen oder abgeschwächt werden.

Damit Sie nicht z.B. wegen eines Sturzes einen Kredit aufnehmen müssten, empfiehlt sich ein individuelles Sorglos-Paket.

Die Möglichkeiten, Risiken zu versichern und dem Ernstfall vorzubeugen sind vielfältig und werden immer wieder neu angepasst und ausgebaut. Vieles kann, nur weniges muss aber fast alles ist möglich lautet hier die Devise. Ein optimaler Versicherungsschutz sollte daher immer individuell auf die persönliche Situation der zu versichernden Person und deren Familie abgestimmt werden. Anzahl und Alter der Kinder, finanzieller Spielraum und beruflicher Status sind dabei wichtige und unbedingt zu berücksichtigende Faktoren.

Manuel Fuchs
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