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Hundeintelligenz

Unsere Hunde scheinen viel intelligenter zu sein, als manche ihre Herrchen es annehmen. Die meisten unsere Schützlinge fristen ihr Dasein als unterforderte Genies und werden sogar deshalb verhaltensgestört. Manche Rassen sind mehr als andere bestrebt seine Besitzer, durch ihren Arbeitseifer zu beeindrucken, als die andere. Man kann annehmen, das alle Schäferrassen über überdurchschnittliche Intelligenz verfügen. Dazu gehört auch der, durch "Wetten Dass..?" berühmt gewordene, Bordercollie Rico. Rico musste in der Sendung die Behauptung seines Frauchens, dass er 200 Bezeichnungen von seinen Spielzeugen kennt, unter Beweis stellen. Was er auch mit Leichtigkeit tat. Dadurch sind die Forscher des Max-Plank-Instituts auf ihn aufmerksam geworden und in weiteren Versuchen wurde nachgewiesen, dass Hunde tatsächlich die menschliche Sprache nachvollziehen können und zwar in einem viel größerem Ausmaß als bisher angenommen. Bis jetzt hat man die Unterhaltung mit einem Hund nur auf die nötigsten Kommandos reduziert in der Meinung, ein Hund wurde mit mehr Vokabular nur überfordert. Die üblichen Hundeschulen lehren bis heute den Hund an Kurzkommandos zu gewöhnen in der Meinung sie würden so schneller begreifen um was es dem Herrchen geht. Ich persönlich kann aus meiner eigenen Erfahrung behaupten, dass ein Hund einem viel besser verstehen lernt um so mehr man mit ihm redet. Auch andere Tierarten wurden schon auf ihre Intelligenz wissenschaftlich untersucht. Dabei wurde festgestellt, das Hunde, Delphine, Elefanten, Affen und Papageien zu den intelligentesten Tieren dieses Planeten gehören. Die letzteren haben zusätzlichen Vorteil ihre Intelligenz auch lange trainieren zu können, da sie über 100 Jahre alt werden können. Der berühmtester Papagei lebt zur Zeit in den USA und gehört der Rasse der Afrikanischen Graupapageien an. Dr. Irene Pappenberg führt mit ihrem Graupapagei Alex seit 1977 wissenschaftliche Versuche durch, die seine Sprachbegabtheit unter Beweis stellen. Im Zuge dieses langjährigen Experiments ist es ihr gelungen, dem Papagei über 100 Begriffe beizubringen, die dieser erstaunlicher Vogel der Situation gerecht einsetzt und sogar modifiziert. Als er das erste mal eine Mandel mit Schale vorgesetzt bekam, nannte er sie eine "verkorkte Nuss". Dieses hat er zusammengesetzt aus den ihm bekannten Wörtern "Korken" und "Nuss". Dr. Pappenberg glaubt fest daran, dass ihr Alex bald auch das Lesen lernen kann. Rechnen kann er ja schon.

Andreas Stöckl
stoeckl (at) cyberhouse.at

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