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Die Abkürzung
Larp steht für
Live Action Role Play und steht für das in Deutschland immer beliebter
werdende Live Rollenspiel. Anders als beim "Pen & Paper", wobei
eines der bekanntesten wohl DSA sein durfte, spielt sich alles nicht
nur in der Fantasie der Spieler ab, sondern in der Wirklichkeit.
Verschiedene Veranstalter (meistens "Orga" genannt) bieten Tavernenabende
und auch ganze Wochenenden an, an denen Larp-Begeisterte sich treffen
und ihre Charaktere spielen können. Am einfachsten beschreiben lässt
es sich als Theaterspielen ohne Drehbuch und mit freier Rollenwahl.
Die Systeme erstrecken sich von mittelalterlichem Fantasygenre (oftmals
in Welten ähnlich wie in Tolkiens "Herr der Ringe" mit Elfen, Orks
und Zauberern) über die heutige Zeit bis hin zu postapokalyptischen
Endzeitspielen. Je nach Regelsystem stellt der Spieler sich auf
dem Papier mit einer bestimmten Anzahl Punkte, die er auf Fähigkeiten
verteilen kann, seine Rolle zusammen. Ob Elfenpriester, Orkkrieger
oder menschlicher Zauberer ist ganz ihm überlassen. die Grenzen
sind nicht eng gesetzt. Erlaubt ist, was man schön darstellen kann.
Die Punkte kann man nun auf Talente legen, so kann sich ein Magier
zum Beispiel bestimmte Zaubersprüche "kaufen". Mit der Teilnahme
an Veranstaltungen vermehrt man die zur Verfügung stehenden Punkte
("Erfahrung"). Gekämpft wird mit Larp
Waffen (Polsterwaffen), welche für gewöhnlich aus einem Kernstab
aus Fieberglas bestehen, welcher mit Schaumstoff ummantelt und später
mit Latex überzogen wird. Formen und Farben sind vielfältig. Die
Waffen können bei entsprechenden Händlern gekauft und auch auf individuellen
Wunsch angefertigt werden. Larp ist schwer zu beschreiben, man muss
es einfach mal erlebt und sich selbst ein Bild gemacht haben.
Fabian Hickl
fabian (at) hickl.de
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