In jüngster Vergangenheit hat die Zahl von Kindern mit Schädelasymmetrie deutlich zugenommen. Als Ursache dafür kann die Zunahme von Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und überwiegende Lagerung auf dem Rücken angesehen werden. Auch Blockaden der Halswirbelsäule (KiSS-Syndrom) können eine Ursache sein. Diese Schädelverformungen sind in der Regel auf die Einwirkung verformender Kräfte zurückzuführen. Durch eine überwiegende Lagerung des Kindes auf dem Rücken wirkt die Schwerkraft auf den Hinterkopf des Babys. Der weiche Schädel und die offenen Schädelnähte begünstigen die entsprechende Abflachung am Hinterhaupt und u.U. die Veränderung auf der Gesichtsseite.
Kinder die Symptome einer lagebedingten Schäselasymmetrie zeigen, sollten möglichst früh behandelt werden. Die Deformierung kann alle vier Quadranten des kindlichen Kopfes betreffen und zeigt sich oft durch eine starke Asymmetrie von der auch das Gesicht betroffen sein kann.
Eine frühzeitige Behandlung ist bei den ersten Anzeichen ratsam. Der fortschreitenden Verformung des Schädels kann durch entsprechende Krankengymnastik (nach Bobath oder Vojta) uns Lagerung des Säuglings entgegengewirkt werden. Sollte bis zum 6. Lebensmonat keine Besserung eintreten ist die Behandlung mit einer Kopforthese (Helmtherapie) möglich. Die Kopforthese hilft dem Schädel sich im normalen Wachstum in die richtige Form zu entwickeln.
Orthopädiemechaniker bieten seit mehr als 20 Jahren in den USA und seit wenigen Jahren auch in Europa umformende Kopforthesen an.
Ziel ist es, das Kopfwachstum zur Symmetrie hin zu lenken. Anlagepunkte dort zu schaffen, wo das Wachstum gebremst, und in die Richtung Freiräume zu geben, in die das Wachstum gelenkt werden soll.