Alopecia areata – oder kurz auch AA – ist nichts anderes als der lateinische Name für kreisrunder HaarausfallTypisch für diese Art des Haarausfalls sind eine – oder auch mehrere – kreisrunde kahle Stellen im Haupthaar. Die meisten Betroffenen dieser Krankheit sind zwischen 20 und 40 Jahre als – was jedoch nicht heißt, dass diese Krankheit nicht auch in anderen Altersgruppen auftreten kann. Hervorgerufen wird der kreisrunde Haarausfall durch eine Entzündung.
Weitere Formen der Alopecia areata sind Alopecia areata reticularis – wo die kahlen Stellen unförmig und nicht kreisrund auftreten – und die Alopecia areata vom Typ Ophiasis – die vor allem Schläfen, Seiten und Nacken des Kopfes befällt.
Ein Begleitzeichen dieser Krankheit – die zwar nicht immer, aber relativ oft – auftreten, sind Fingernägel, die durch Grübchen, Rillen oder auch raue Oberflächen auffallen.
Warum die Krankheit auftritt oder was diese genau verursacht ist leider auch Experten noch nicht ganz bekannt – jedoch liegen die Vermutungen nahe, dass es sich bei dieser Form von Haarausfall um eine Art Immunkrankheit oder fehlerhaftes Verhalten der Immunzellen handelt, die durch einen Fehler statt Bakterien oder Viren gesunde Haarzellen angreifen.
Wie bei einer Allergie werden harmlose Stoffe als „Feind“ eingestuft und die körpereigene Abwehr versucht, diese trotz absoluter Gesundheit zu vernichten.
Die Immunzellen lösen eine Entzündung aus, die nicht nur das Haarwachstum stört und unterbricht, sondern schlussendlich zum Absterben des Haares und damit zum Haarausfall führt.
Interessant bei dieser Form von Haarausfall ist, dass hiervon nicht nur das Haupthaar, sondern auch Achselhaare, Schamhaare sowie auch Wimpern und Augenbrauen betroffen sein können – in der schlimmsten Form wird der Körper des Patienten alle Körperhaare abstoßen.
Die meisten Betroffenen können schon nach drei bis sechs Monaten wieder befreit aufatmen – bei leichteren Fällen verschwindet die Krankheit von selbst. Auch die Haare fangen plötzlich wieder an zu sprießen oder können durch eine entsprechende Behandlung zu neuem Wachstum angeregt werden.
Doch es gibt Sonderfälle – so sind der Medizin Fälle von Betroffenen bekannt, die mehrere Jahre unter dem Haarausfall zu leiden hatten.
Als kleine Faustregel gilt: Je weniger Haare der Patient verliert, desto größer ist die Chance, dass der Haarausfall genauso schnell und plötzlich wieder „verschwindet“ wie er gekommen ist – ohne jegliche Behandlung.
Trotz dieser „guten“ Aussichten, sollte der Betroffene den Haarausfall von einem Arzt beobachten lassen – denn genauso wie die Alopecia areata spontan auftritt und sich wieder von selbst heilen kann, desto hoch ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder kommt. Die Gesundung des Patienten ist also nur ein trügerisches „Auf Wiedersehen“!
Eine auftretende „Nebenwirkung“ dieser Krankheit kann unter Umständen eine Erkrankung der Schilddrüse sein – ein Zusammenhang mit anderen weiteren Erkrankungen innerer Organe ist jedoch nicht bekannt. Vor allem Allergiker können von dieser Art Haarausfall befallen werden – konsultieren Sie in jedem Fall einen Arzt!