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In der Alkoholsucht
gibt es immer noch viele Vorurteile, die auf Willensschwäche und
schlechtem Charakter verweisen. Auch wenn die Alkoholkrankheit
behördlich anerkannt ist, wird sie von der Gesellschaft noch nicht
im vollem Umfang so gesehen.
In Deutschland
leben ungefähr 5 Millionen Menschen, die regelmäßig Alkohol
konsumieren und ein Problem mit ihrem Alkoholkonsum
haben. Die Dunkelziffer wird weitaus höher liegen, weil viele,
vor allem Frauen, sich nicht zu ihrer Krankheit bekennen und sich
nicht die benötigte Hilfe holen.
Es gibt viele
Gründe, warum man zum Alkohol greift. Sei es Gewohnheit, Stress,
das Bestätigungsgefühl unter Freunden oder zum Frustabbau. In
allen Fällen wird das berauschende und bewusstseinsverändernde
Rauschmittel eingesetzt, um die Alltagswelt zu verändern.
Der Alkoholismus setzt schleichend ein und wird erst wahrgenommen,
wenn der Körper den Alkohol schon braucht.
Dann ist es zu
spät. Das Erlernen eines neuen und nüchternen Leben
ohne Alkohol ist eine Lebensaufgabe, die nur von sehr wenigen
Menschen erfolgreich schaffen. Übermut und der Wunsch, doch wieder
ein Glas trinken zu können, führt viele in den Rückfall, der oft
tödlich endet.
Karsten Wollbrück
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