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Die Erhöhung
des Blutdrucks mit zunehmenden Lebensjahren ist ein natürlicher
(physiologischer) Prozess. Durch die Elastizität der Gefäßwand und
mit Hilfe kleiner Muskeln, die den Durchmesser der Gefäßwände beeinflussen,
kann der Blutdruck kontrolliert werden. Durch diese Regelmechanismen
wird der Blutdruck dem Bedarf angepasst und in entsprechende Körperregionen
geleitet. Bei vermehrter Muskelarbeit, wie sie beispielsweise beim
Jogging durch die Muskulatur der Beine verrichtet wird, wird vermehrt
Sauerstoff benötigt. Der Sauerstoff wird über die roten Blutkörperchen
des Blutes transportiert. Um der Muskulatur vermehrt Sauerstoff
zu Verfügung zu stellen, muss die Durchblutung gesteigert werden.
Dieses geschieht im Wesentlichen dadurch, dass sich der Durchmesser
der Arterien der belasteten Muskulatur erweitert und der Muskel
entsprechend besser durchblutet wird und sich hierdurch die Sauerstoffversorgung
verbessert. Gleichzeitig findet eine Umverteilung der Durchblutung
entsprechend des Bedarfs statt. Während körperlicher Arbeit verengen
sich die Gefäße des Magen-Darm-Trakts und werden vermindert durchblutet,
um der Muskulatur vermehrt Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.
Im Rahmen der Alterung nimmt die Elastizität der Gefäßwände, im
Besonderen die der Arterien ab. Hierdurch werden die Regulationsmechanismen
deutlich beeinflusst. Die Folge ist ein im Bluthochdruck (arterielle
Hypertonie). Wenn bei der Blutdruckmessung mehrfach Blutdruckwerte
von 140 / 90 mm Hg gemessen werden, spricht man von einem grenzwertigen
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie). Liegen diese Werte mehrfach
über 160 / 100 liegt ein gesicherter Bluthochdruck vor. Das fatale
des Bluthochdrucks ist, dass er lange Zeit symptomlos ist und daher
keine Beschwerden bereitet. Trotzdem verursacht er Schäden im Bereich
des Herz-Kreislaufsystems, die nicht mehr reparabel (irreversibel)
sind. Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, wird das Herz-Kreislaufsystem
einer ständig erhöhten Belastung ausgesetzt, da das Herz fortwährend
gegen den erhöhten Blutdruck pumpen muss. Vergleichen lassen sich
dieses mit dem Motor eines Autos, das auch in Ruhe mit deutlich
erhöhtem Standgas drehen muss. Die Folge ist, dass der Tank früher
leer ist, entsprechend erniedrigt sich die Lebenserwartung. Eine
frühzeitige Diagnose und Behandlung des Bluthochdrucks (arterielle
Hypertonie) ist von entscheidender Bedeutung, um Schäden am Herz-Kreislaufsystem
zu verhindern. Zeichen für ein länger bestehenden Bluthochdruck
sind ein vergrößertes Herz, als Resultat aus der vermehrten Pumparbeit.
Das Herz ist ein Muskel, der sich wie alle Muskeln trainieren lässt
und durch Training sich vergrößert. Besonders problematisch beim
Herzen ist jedoch die Blutversorgung. Das Herz wird durch die Herzkranzgefäße
mit Blut versorgt. Die Anzahl der Herzkranzgefäße ist von Geburt
an festgelegt und kann sich auch bei Vergrößerung des Herzens nicht
mehr verhindern. Ab einer bestimmten Größe können nicht mehr alle
Muskeln Anteile des Herzens gleichmäßig mit Sauerstoff versorgt
werden. Die Folge ist ein Schaden des Herz-Kreislaufsystems. Symptome
dieser Minderversorgung mit Sauerstoff können Schmerzen in der linken
Brust sein (Angina pectoris), die zunächst unter körperlicher Belastung
auftreten, im fortgeschrittenen Stadium aber auch in Ruhe (instabile
Angina pectoris) vorkommen. Ziel muss es also sein, einen Bluthochdruck
(arterielle Hypertonie) frühzeitig zu erkennen, richtig zu therapieren
und er Schäden für das Herz-Kreislaufsystem zu verhindern. Hierfür
sind regelmäßige Blutdruckkontrollen notwendig. Dieses ist nicht
vom Lebensalter abhängig, sondern sollte regelmäßig schon ab dem
Kindesalter durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie
auch unter:
. Bluthochdruck
. Herz-Kreislaufsystem
Ihr
Dr. Nicolas Gumpert
info (at) dr-gumpert.de

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