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Gute Heilungsmöglichkeiten für Darmkrebspatienten

Darmkrebs zählt in Deutschland, ebenso wie in beinahe allen mitteleuropäischen Ländern, zu den häufigsten Krebsarten. In etwa 15% der Fälle finden sich Krebsgeschwüre im Mastdarm (Rectum). Mastdarmkrebs ist wie alle Darmkrebsvarianten eine schleichende Erkrankung. Sie geht in den meisten Fällen ohne Symptome einher und wird daher von den Patienten in der Regel auch nicht selbst bemerkt.

Darmkrebs
bildet sich aus Drüsen der Darmschleimhaut. Die Darmschleimhaut kann bereits ab jungen Jahren mit Darmpolypen überwuchert sein. Diese Polypen verändern sich häufig in höherem Alter und bilden dann eine Vorstufe zum Darmkrebstumor. Oft wird bei der Diagnose des Tumors bereits ein größeres Krebsgeschwür festgestellt.

Nach Angaben von Ärzten besteht eine Heilungsmöglichkeit für beinahe 100% der Patienten, falls der Krebs so früh wie möglich erkannt wird. Krankenkassen übernehmen eine solche Vorsorgeuntersuchung bereits ab dem 50. Lebensjahr, jedoch machen die wenigsten Vorsorgeberechtigten davon Gebrauch. Mastdarmkrebs zählt in der heutigen Gesellschaft, wie übrigens alle Krebserkrankungen des Darms, zu den absoluten Tabu-Themen. Das mag an den als sehr unangenehm empfundenen Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge liegen, die zudem in dem Ruf stehen, sehr ungenau zu sein. Viele denken hier automatisch an eine Darmspiegelung (Koloskopie). Mit einer neuen, an der Universität Giessen entwickelten Methode, kann Mastdarmkrebs jedoch mit einer Sicherheit von bis zu 90% nachgewiesen werden. Bei einer einfachen Stuhlprobe wird nach Wachstumsenzymen der Polypen und Tumore gesucht.

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 30.000 Menschen an Darmkrebs, beinahe 5.000 davon an Mastdarmkrebs. Diese Ziffer könnte, so sind sich die Mediziner einig, deutlich gesenkt werden, wenn alle Menschen zwischen 50 und 70 Jahren die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung nutzen würden.

Jens Kleinholz
kleinholz (at) net-tec-online.de


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