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Handgemachte Seife aus der Seifenmanufaktur

Handgemachte Seife ist eigentlich kein neuer Trend, sondern alte Handwerkskunst. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der vorherrschenden "Geiz ist geil" Einstellung, die unsere Gesellschaft (und die Binnenkonjunktur) befallen hat, gibt es immer mehr Menschen, denen Natürlichkeit und echte Qualität immer wichtiger wird. Seife wurde nur noch fast ausschliesslich als Massenprodukt wahrgenommen. Nun erfährt die schon vergessen geglaubte Kunst der traditionellen Seifenherstellung, welche die Menschheit schon seit den frühen Kulturen begleitet, ein Comeback. Immer öfter findet man natürliche handgemachte Seife auf Öko- oder Kunsthandwerkermärkten, und mittlerweile auch als Luxusprodukte in den Sortimenten exclusiver Geschäfte. In vielen Städten gibt es nun sogar einen spezialisierten Seifenladen. Mancher Seifenladen stellt die Seife selbst, in einer eigenen angeschlossenen Seifenmanufaktur her. Das Grundprinzip der traditionellen Seifenherstellung in einer Seifenmanufaktur ist einfach: natürliche Öle und Fette verseifen durch eine Laugenlösung. Über dieses einfache Prinzip hinaus lässt sich mit Seife aber allerhand anstellen, um diese zu raffinierten Pflegeprodukten zu veredeln. Durch Verwendung von besonderen Zusätzen wie natürliche pflegende Öle, zum Beispiel Mandelöl, oder feste pflanzliche Fette wie Kakaobutter oder Karité, erhält man Produkte, die eben nicht "nur Seife", sondern exclusive und natürliche Pflegeprodukte sind. Auch andere natürliche Zutaten wie Blüten oder Kräuter, sowie wirklich ausgefallene Inhaltsstoffe wie äusserst wertvolle Eselsmilch, finden Verwendung. Beim Kauf von handgemachter Seife gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten. Die Bezeichnung "handgemacht" verleitet einem leicht zu dem Schluss auf ein natürliches Produkt, was aber nicht immer der Fall sein muss. Es gibt sogenannte Gies- oder Glycerinseifen im Handel, die oft aus fertigen Mischungen hergestellt werden und sich meistens durch auffallend bunte Farben und transparente Effekte auszeichnen. Diese "Seifen" bestehen aus künstlichen Tensiden und enthalten allerhand Farb- und Duftstoffe, Konservierungsmittel, Weichmacher und andere Zusätze. Als Naturseifen werden dagegen echte Seifen, die auf traditionelle Weise hergestellt werden und vorrangig natürliche Zutaten enthalten, bezeichnet. Doch auch hier ist ein wenig Umsicht angebracht. Der Begriff Naturseife ist nicht geschützt, und es gibt wie in allen Bereichen auch unter den Seifenherstellern schwarze Schafe, die teilweise bedenkliche Zusatzstoffe verwenden. Man sollte handgefertigte Seife, auch wenn Naturseife draufsteht, nur dann kaufen, wenn alle enthaltenen Inhaltsstoffe ausgewiesen sind, wie es die Kosmetikverordnung vorschreibt.

Martin Arendt
info (at) waschkultur.de

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