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Kirschkernkissen

Bereits im Spätmittelalter kannten die Menschen im Münsterland die heilende und wohltuende Wirkungsweise eines Kirschkernkissen. So fand man in der westfälischen Stadt Münster 1998 bei archäologischen Ausgrabungen in einer Abfallgrube die Reste eines Kirschkernkissen. Schon damals wurden also mit Kirschkernen gefüllte Baumwollsäckchen auf Öfen gelegt und als Wärmflasche eingesetzt.

Aber ein Kirschkernkissen hat nichts an seiner Aktualität verloren. Auch heute noch werden Kirschkernkissen als Wärmflaschenersatz eingesetzt. Die Kirschkerne werden aber heute in der Regel in Mikrowellen-Geräten auf die notwendige Temperatur gebracht.

Gerne werden z. B. Kirschkernkissen bei Babies mit Drei-Monats-Koliken angewendet.

Allgemein macht man sich dabei die wärmespeichernde Wirkung des Kirschkernes zu nutze. Kirschkerne nehmen sehr schnell die Wärme auf und geben sie gleichmäßig und über einen langen Zeitraum ab.



Kirschkernkissen lassen sich aber auch zur Kühlung von Verletzungen oder Insektenstichen anwenden. Deshalb ist es sinnvoll ein Kirschkernkissen immer im Gefrierfach bereit liegen zu haben. Dieses Kirschkernkissen sollte man allerdings immer in eine Plastiktüte packen. Bei Bedarf kann man dann das Kirschkernkissen aus dem Gefrierfach holen und auf die betroffenen Körperstellen legen.

Bernfried Warning

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