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Testosteron

Das Wort Testosteron leitet sich ab von den Wörtern Testikel (Hoden) und Steroid. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und von einer hohen Wichtigkeit für den männlichen Hormonhaushalt. Gebildet wird Testosteron bei Männern in den Hoden, bei Frauen, die ebenfalls eine geringe Testosteronmenge produzieren, liegen die Produktionsstätten in den Eierstöcken und Nebenierenrinden. Eine Überproduktion von Testosteron führt bei Frauen zu einer "Vermännlichung", also die Ausbildung von männlichen Gesichtszügen zum Beispiel, oder eine tiefere Stimme und vermehrten Haarwuchs.

Der Testosteronspiegel unterliegt altersbedingten Schwankungen, so steigt er beim Mann bis etwa zum 25.Lebensjahr stetig an und erreicht in diesem Alter seinen Zenit und sinkt danach wieder kontinuierlich ab. Allgemein fördert das Testosteron das Knochenwachstum, sorgt für eine Steigerung des Eiweißsaufbaus und eine Senkung des Cholesterinspiegels. Ebenso ist es beim Mann für die Entwicklung und Erhaltung der sekundären Geschlechtsmerkmale zuständig, steigert das sexuelle Verlangen sowie dominante und aggressive Verhaltensweisen. Dies ist keineswegs als negativ zu sehen, da diese Verhaltensweisen in ihrem Ursprung durchaus einen tiefen biologischen Sinn haben. Am bekanntesten ist Testosteron für seine anabole und muskelaufbauende Wirkung. Aufgrund dieser Wirkung wird Testosteron immer wieder im Sport als Doping eingesetzt, was natürlich illegal ist und ebenso extreme Folgeschäden mit sich ziehen kann. Denn oft sind diese auf dem Schwarzmarkt zu beziehenden Testosteronpräparate verunreinigt oder in viel zu hohen Dosen zusammengesetzt. Die negativen Wirkungen von Testostern reichen von Akne bis zu tödlichen Blutgerinnseln im Gehirn. Es kann zu Tumorenbildung kommen, sowie einer enormen Schädigung des Herzmuskels, der aufgrund der Muskelaufbauenden Wirkung von Testosteron wie alle Muskeln zum Wachstum angeregt wird. Bei langfristiger Zugabe von Testosteron kann der Körper die eigene Testosteronbildung einstellen. Setzt man Testosteron als Anabolika wieder ab, kommt es sehr schnell zu einer rückläufigen Wirkung, also einem massiven Muskelabbau, sowie oftmals schweren Depressionen aufgrund des Leistungsverlustes. Ein zu niedriger Testosteronspiegel kann bei Männern zu Errektionsstörungen führen, deren Schwere variiert.

Sarah Forkert

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