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Artikel » Kunst & Kultur

Die Geschichte des Films

„Als die Bilder laufen lernten“ ist die schöne Umschreibung, der Anfangsjahre des Filmes. Ursprünglich als Jahrmarktsattraktion gedacht, entwickelte sich über die Jahre hinweg daraus eine riesige Industrie, die heute Milliarden umsetzt. Anfangs interessierte sich die Wissenschaft für die bewegten Bilder, und entwickelte die Filmtechnik weiter. Edison trieb die Forschung dann weiter voran, um sie kommerziell nutzen zu können. 1891 entwickelte er dann den ersten Guckkasten, in dem man einen kurzen Film sehen konnte. Der Berliner Wintergarten veranstaltete 1895 die erste öffentliche Vorführung vor zahlendem Publikum. Großer Beliebtheit, besonders in ländlichen Gegenden, erfreuten sich auch die sogenannten Wanderkinos, die umherzogen und in einem, eigens dafür aufgebauten Zelt, Filme präsentierten. In den größeren Städten wurden Lichtspielhäuser gebaut. Lange Zeit waren Filme schwarz-weiss und ohne Ton, so dass die Aufführungen von einem Klavierspieler oder sogar einem Orchester begleitet wurden. Zu der Zeit mussten die Schauspieler durch eine ausgeprägte Mimik und Körpersprache die Handlung „erzählen“. Um auf die lästigen Zwischentitel verzichten zu können wurde die Tonspur entwickelt. Damit verschwanden die musikalischen Begleiter aus den Kinosälen. Der Tonfilm verdrängt den Stummfilm und hatte seinen großen Siegeszug, bis in den 1950er Jahren das Fernsehen den Kinofilmen Konkurrenz machte. Gehörten früher in vielen Städten mehrere Kinos in Stadtbild, überleben heute meist nur noch die großen Multiplexkinos, die über ein, auf erfolgversprechende Filme beschränktes Kinoprogramm, und neueste Technik verfügen. Für ein vielseitiges, aus unbekannten oder älteren Filmen zusammengesetztes, Kinoprogramm setzen sogenannte Programmkinos, während die Technik immer weiterentwickelt wird um noch spektakulärere Effekte zu erzielen, die das Publikum wieder in die Kinos ziehen soll. So erlebten 3D-Filme kurzzeitig einen regen Zuspruch, digitale Filmprojektion ist mittlerweile auch schon vereinzelt anzutreffen und Dolby Surround gehört zur Grundausstattung. Alles in allem hat das Kino seine Blütezeit hinter sich gebracht, und wird von DVDs, Beamer und Homecinema-Anlagen abgelöst. Nur die Schauspieler müssen immer noch mit Mimik und Körpersprache, und seit den 1920ern auch mit ihrer Stimme, die Handlung möglichst interessant erzählen.


19.05.2007 12:42:03 von frischeblog
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