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Artikel » Kunst & Kultur Die Politik im Mittelalter | Die mittelalterliche Politik war weit entfernt davon, was heute unter Politik verstanden wird. An Mitbestimmung oder gar Demokratie war damals noch nicht zu denken. Nachdem das Römische Reich zusammenbrach, wurde die europäische Politik wesentlich überschaubarer. Einen Staat gab es danach in Europa nicht mehr. In Zeiten der Völkerwanderung war die damalige Politik räumlich sehr begrenzt. Zuvor gab es zwar große Staaten, doch diese zerfielen aufgrund der Völkerwanderung, da die Hunnen mit roher Gewalt immer weiter nach Westen drängten und so die anderen Völker und Stämme zur Flucht zwangen. Die verschiedenen Stämme hatten ihre Stammesführer, welche die Politik „machten“. Von einem einheitlichen Staat konnte man zu dieser Zeit nicht reden. Im Umgang mit anderen Stämmen galt oftmals das Recht des stärkeren. Stammesfehden und Kleinkriege gehörten in dieser Zeit zur Tagesordnung. Nach der Völkerwanderung bildeten sich erste feste Staaten. Die Menschen wurden sesshaft, da sie nicht mehr vor den Hunnen fliehen mussten, welche 451 auf den Katalaunischen Feldern besiegt wurden. Die Erbmonarchien entwickelten sich langsam in sozialen Gemeinschaften. Die Gemeinschaftsmitglieder schworen ihren Stammesführer und dessen Familie ewige Treue. Diese Erbmonarchien und deren Monarchen sollten die Politik in Europa über Jahrhunderte bestimmen. Politische Entscheidungen waren alleine Sache der Herrscher. Diese hatten wohl Berater, doch diese konnten höchstens die Entscheidung beeinflussen durch Mitspracherecht, Mitbestimmung war fremd. Die katholische Kirche und an deren Spitze als Oberhaupt der Papst gewann im Mittelalter ebenfalls immer mehr Einfluss auf die Politik. Selbst Kaiser und Könige waren dem Papst unterstellt und hatten diesem zu folgen. Die Städte wuchsen mit der Zeit immer weiter an und auch der Außenhandel begann, immer stärker zu florieren. Somit wurden wieder feste Machtzentren gebraucht und auch Institutionen, die den Handel regeln und durchführen. Eine frühe Institution ist zum Beispiel die Hanse. Ein Zusammenschluss einflussreicher Städte. Durch diesen zusammenschluß konnte die Hanse gewissen Einfluss auf die Politik der Monarchen ausüben und sich ebenfalls politisch betätigen.Roger Schmidt
| | | 26.05.2007 01:32:37 von |
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