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Artikel » Mode & Beauty Crocs - nur für den Sommer? | Als die ersten Crocs an den Füßen beliebter Promis auftauchten, riefen sie eher Bestürzung als Entzücken hervor. Sie waren groß und unförmig und widersprachen allem, was man zuvor über ansprechendes Schuhwerk gelernt hatte. Crocs machen wahrhaftig keinen schlanken Fuß und, da sie auf Absatz verzichten, auch kein schlankes Bein. Sie bestehen aus dickem Gummi und haben Belüftungslöcher, die unweigerlich Krankenhausflair ausstrahlen. Und doch kommt man nicht mehr um den Kauf herum. Was in der letzten Sommersaison der Flip Flop war, ist nun der Croc. Eine breite Farbpalette bietet für jedes Outfit den passenden Schuh und mittlerweile ist mit „Jibbitz“ sogar eine Customize-Serie erschienen, die es dem Träger erlaubt, seine Schuhe mit Hunderten von kleinen Accessoires zum Einzelstück zu veredeln. Aufgrund des Granulats, aus dem der Croc besteht, wiegt er nur luftige 160 Gramm, ist wasserdicht und sogar anti-bakteriell und somit geruchsneutral. Er passt sich sogar dank Körperwärme der Fußform an! Dass die originelle Gummilatsche mit dem hohen Wiedererkennungswert nicht nur ein Modegag ist, sondern auch im wirklichen Leben ihren Zweck erfüllen, beweist die Tatsache, dass das Personal in vielen Krankenhäusern bereits damit durch die Gänge läuft. Das porenfreie Material und das orthopädische Fußbett samt Massagenoppen beugen sowohl Ermüdungserscheinungen als auch Schweißgeruch vor und eignen sich daher bestens für den Einsatz im Alltag. Die hohe Nachfrage sorgt dafür, dass stetig neue Modelle entwickelt werden, wie der Gummistiefel „Georgie“ oder der winterlich gefütterte „Mammoth“. Diejenigen, die sich nicht ganz von ihren gerade ins Herz geschlossenen Ballerinas verabschieden möchten, steht das Modell „Prima“ in bekannter Form zur Verfügung. Erfreulich ist außerdem die denkbar einfache Reinigung mit fließendem Wasser. Erfunden wurden die Crocs auf einer Segeltörn in der Karibik. Sie sollten rutschfest, leicht und geruchsarm sein und keine Streifen auf dem Deck hinterlassen. Schnell etablierten sie sich als Arbeitsschuhe für Rettungsschwimmer, 2002 fiel der Startschuss für den öffentlichen Verkauf. Mittlerweile stehen in 80 Ländern je nach Modell bis zu 26 Farben und sogar ein umfangreiches Merchandise-Angebot zur Verfügung. Fans schätzen an dem bunten Trend-Treter außerdem den charakteristischen Eigengeruch, der vanilleähnlich sein und dem Käufer beim Öffnen der Verpackung entgegenströmen soll. Der TÜV Rheinland hat jedoch keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe finden können, so dass dem Kaufrausch nichts mehr entgegensteht. Der Preis von ca. 40€ macht den Eyecatcher zu einem wahren Schnäppchen, bei dem man sich sicher sein kann, dass es nicht wie das zwanzigste Paar schwarze Pumps in der hintersten Schrankecke verschwindet. Für viele ist das Design gewiss noch gewöhnungsbedürftig, was einen aber keineswegs vom Kauf abhalten sollte. Deutsche Schuhhändler gaben einstimmig an, dass selbst große Nachlieferungen binnen weniger Tage wieder ausverkauft sind. Viele Kunden haben gar zu Weihnachten vorbestellt, um ihre Familien mit den bunten Gummischuhen einzudecken. Ein Ende des Hypes ist also noch lange nicht abzusehen.
| | | 18.11.2007 23:04:06 von |
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