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Artikel » Mode & Beauty Wie kann man sich vor belasteter Kleidung schützen? | Seit im Nahrungsmittelbereich die Öko-Welle rollt, beginnt nun langsam auch im Textilbereich ein Umdenken bei dem Verbraucher. Insbesondere bei Babyunterwäsche und Babybekleidung sind die Eltern sensibel geworden. Einerseits ist eine Zunahme an Allergien auch schon bei den Kleinsten zu beobachten, andererseits gibt es wenig griffige Erklärungen dafür. Die Zunahme der Umweltbelastung im Allgemeinen ist wenig hilfreich für verunsicherte Eltern. Naturtextilprodukte (hier finden sie welche) können eine Abhilfe schaffen. Aber, was ist ein Naturtextil? Können Produktlabels Hilfe leisten? Sie beschreiben, ob und wenn ja welche Zusatzstoffe erlaubt sind. Auf dem Naturtextilsektor gibt es rund 20 Labels. Betrachtet werden sollen hier nur die, die von externen Organisationen vergeben werden und auch nur die bekannten. "IVN - Naturtextil". Dieses Label wird vom Verband der Internationalen Naturtextilhersteller vergeben. Es ist das zur Zeit strengste und umfassendste Prüfungsverfahren, das zum Erwerb dieses Labels notwendig ist. Es ist auch das einzige Label, welches in seiner höchsten Stufe dem Textil "Schadstofffrei" nach dem Stand der Technik bescheinigt. "Demeter". Dieses Label wird vom Demeter-Bund vergeben (Ist vielleicht aus dem Nahrungsmittelbereich bekannt). Hier beschränken sich die Prüfung auf den Stoff, der zur Herstellung des Textils erforderlich ist (z.B. Schafwolle). Auch diese Produkte sind zu empfehlen, da sie von "echten" Naturtextilern vertrieben werden. "kbA-kontrolliert biologischer Anbau". Auch dieses Label beschränkt sich auf die Prüfung des Rohstoffes (z.B. Baumwolle). Es wird von externen Organisationen - z.B. SKAL - vergeben. Auch hier gilt die Empfehlung - vielleicht mit einer Einschränkung: Wenn der Stoff gefärbt wird, sollte man wissen, dass dann in der Regel synthetische Farben zum Einsatz kommen. Die, die hier zum Einsatz kommen, sind unbedenklich, aber eben synthetisch. Man hatte lange mit Pflanzenfarben experimentiert, aber letztlich sind die Ergebnisse in der Masse vom Kunden nicht akzeptiert worden (sgn. Farbechtheit), oder der Preis war auf dem Markt nicht mehr durchsetzbar. Als Nischenprodukte gibt es natürlich noch pflanzengefärbte Bekleidung. "ÖkoTex-Standard 100", "ÖkoTex Standard 1000". Dieses Label hat wenig mit Naturtextilien zu tun. Es wird zwar von einem externen Institut vergeben, erlaubt aber zum einen die Verwendung von Rohstoffen aus konventionellem Anbau (bei Baumwolle sehr problematisch) und in der weiteren Verarbeitung dürfen dem Textil Fremdstoffe zugesetzt werden, die in einem Textil nichts verloren haben. Ein Textil mit diesem Gütesiegel setzt Schadstoffe frei. Mit der Kontrolle wird nur bescheinigt, dass bestimmte Grenzwerte eingehalten sind. Man ahnt schon, wer hinter diesem Label steckt: Es ist die konventionelle Textilindustrie, die mit diesem Label den Naturtextilherstellern entgegentreten will. Den Eltern von Babys und Kleinkindern ist zu raten, sich auf die echten Naturtextil-Labels zu beschränken. Der Preis ist heute sicherlich nicht mehr das entscheidende Argument: Mit sgn. Markenartikel kann ein Naturtextil locker mithalten. Und ferner ist der Kauf von Naturtextilprodukte(hier finden sie welche) aktiver Umweltschutz, denn dadurch werden die Anbauflächen geschont (keine Pestizide beim Anbau).
| | | 22.03.2007 18:37:28 von |
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