|
Die Fahrt ging
nach Frankreich - natürlich! Wo sonst sieht man atemberaubende Landschaften,
kann super essen und ist als Wohnmobilist auch richtig willkommen?
Schön langsam - mehr als ca. 80 km/h durften wir mit unserem 5-Tonner
ohnehin nicht fahren, sind wir also der Bretagne entgegen gefahren.
Leider platzte uns schon nach 40 km der erste Reifen und die Reise
war somit erst einmal unterbrochen. Kurzerhand haben wir dann also
erstmal dort Urlaub gemacht, wo wir hängen geblieben waren - in
Lotte bei Osnabrück.
Ein kurzer Blick in den Laptop unter http://www.wohnmobil-aktuell.de
und schnell war uns klar, wo wir uns am besten abstellen konnten.
Wir erreichten dann auch einen netten Campingplatz, wurden sehr
freundlich empfangen und fanden alles sauber und ordentlich vor.
Wer hätte gedacht, dass wir nach so kurzer Zeit so viele Multi-Kulti-Eindrücke
gewinnen konnten. Auf genau diesem Campingplatz lernten wir zuerst
eine englische Familie kennen. Sie waren tatsächlich der Insel entflohen
um mal richtig günstigen Urlaub zu machen. So zogen sie also quer
durch Deutschland - waren schon in Hamburg, mit Hafenrundfahrt und
allem Zick und Zack und wollten jetzt gen Süden ziehen. Richtig
nette Leute und man konnte auch mal seine Englisch-Kenntnisse wieder
auffrischen.
Dann lernten wir noch ein italienisches Paar kennen, die mit ihrem
Wohnmobil auch eine Panne hatten und mit denen fuhren wir dann im
Convoy nach Frankreich. Richtig verfahren haben wir uns dann zum
ersten Mal auf der Stadtautobahn rund um Paris. Da haben wir uns
dann auch aus den Augen verloren und fast noch einen Auffahrunfall
provoziert.
Wir haben die Suche aber dann aufgegeben und sind allein in die
Bretagne weitergefahren und siehe da, weil wir unseren Campingplatz
so prima beschrieben hatten, tauchten wenige Stunden nach unserer
Ankunft auch die Italiener auf. Das wurde ein mächtiges Begrüßungsfest,
von dem wohl heute noch der ganze Campingplatz spricht - wohl auch
deshalb, weil wir noch nach Mitternacht wegen Lautstärke den Platz
räumen mussten. Das machte uns gar nichts - sind wir doch am anderen
Morgen bei strahlendem Sonnenschein weiter nach Süden gefahren.
Die Italiener haben uns noch ein Stück begleitet, sind dann aber
quasi nach Italien abgebogen.
Wir haben uns einen schönen Campingplatz im Landesinneren ausgesucht
und gleich abends an der jährlich eigens anberaumten Karaoke-Vorstellung
teilgenommen. Die aktive Teilnahme haben wir allerdings den Franzosen
überlassen, die bei dieser Starsearch-Auswahl mit wachsender Begeisterung
alles gaben und ein hocherfreutes Publikum hinterließen. Reichlich
begeistert fuhren wir am nächsten Tag weiter in südlicher Richtung
um schließlich in Perpingnan zu landen. Hier hatten wir die richtige
Hitze gefunden und einen Campingplatz angesteuert an dem kleine
Katzen rumlungerten und unsere Thunfisch-Vorräte auffraßen.
Hier verbrachten wir dann den Rest unseres Urlaubs. Auf der Heimreise
dann - drei Wochen später - platzte uns noch ein Reifen und wir
waren noch einmal gezwungen für längere Zeit im Norden Frankreichs
bei Verdun einen Zwischenstopp einzulegen. Das Wetter war nicht
mehr so besonders und so waren wir froh, dann doch wieder heil zuhause
angekommen zu sein.
Thorn Reval
581958 (at) googlemail.com
|