So ein Elektrofahrrad, das hat schon was... Es vermittelt ein ganz hervorragendes Fahrgefühl durch besondere Leichtigkeit und volle Freiheit im Handling. Jederzeit kann man kräftig in die Pedale treten und dann wieder geruhsam durch die Landschaft oder den Stadtverkehr schnurren. Dabei können ohne Probleme 25 bis 35 km/h erreicht werden – fast ohne eine Zehe zu rühren. Für Elektrofahrräder besteht im allgemeinen weder eine Zulassungs-, Helm- noch Führerscheinpflicht. Somit müssen auch keine Versicherungen abgeschlossen oder Steuern bezahlt werden.Elektrofahrräder bieten insbesondere für ältere Menschen oder solche mit Handicap eine gute Fortbewegungsmöglichkeit. Doch gerade wegen neuartiger, innovativer Designs und technischen Ausrüstungen sind sie für jedes Alter lohnenswert. Denn, um umweltfreundlich und trotzdem nicht verschwitzt am Arbeitsplatz, zuhause oder dem Campingplatz anzukommen, ist ein Elektrofahrrad eine elegante, lohnenswerte Alternative zum normalen Drahtesel – besonders dort wo es ordentlich bergig, aber auch windig oder über lange Distanzen geht. Ebenfalls als Zugfahrzeuge für Kinder- und Transportanhänger sind die zweirädrigen, elektronischen Helfer äußerst zweckmäßig.
"Elektrofahrräder können grundsätzlich in zwei 2 Typen unterschieden werden", erklärt Michael Huhn vom Fahrradladen Tretmühle in Dresden:
Einerseits das Pedelec, wobei diese Bezeichnung für "Pedal Electric Cycle" steht. Der Fahrer bekommt hier zusätzlichen Schwung während des Tretens in die Pedale durch einen elektrischen Antrieb. Dieser wirkt unterstützend, ohne Tretleistung des Fahrers ist der Antrieb nicht möglich. Damit bleibt die individuelle Mobilität erhalten und die Reichweite der Elektrofahrräder erhöht sich erheblich.
Anderseits das so genannte E-Bike. Die elektrische Tretunterstützung wie beim Pedelec ist hier nicht gefordert, dass Fahren mit rein elektrischem Antrieb ist möglich. Der große Nachteil des E-Bikes ist die geringere Reichweite wodurch sich der Bewegungsradius für die Nutzer erheblich einschränkt. Höhere Reichweiten sind nur mit großer Akkuleistung erreichbar, was wieder zu Lasten eines hohen Gewichtes geht.
Die Schweizer machen übrigens keinen Unterschied zwischen diesen zwei Kategorien. Für sie heißen beide Varianten E-Bike. In der Schweiz ist auch die Entwicklung und Ausstattung dieser speziellen Fahrräder, die einem mittlerweile ganz leise Flügel verleihen, besonders weit fortgeschritten. Man kann's ihnen nicht verdenken, bei dem herrlichen aber doch oft steilen Gelände der Schweizer Alpen. Markt- und Technologieführer im Bereich der Elektrofahrräder ist die Firma Biketec AG mit den Elektrofahrrädern von Flyer. Die Elektrofahrräder zeichnen sich durch besonders innovative Antriebskonzepte und die derzeit besten Akkutechnologien aus. Ergebnis sind ausgereifte Elektrofahrräder, die den Spaß am Leben zurückgeben und die in den meisten Fällen bestehenden Mobilitätseinschränkungen im vollen Umfang relativieren.
Technische Fakten
Der Antrieb eines Elektrofahrrads wird entweder durch einen Radnaben-Motor oder Konstruktionen, die direkt im Tretlagerbereich sitzen, möglich. Bei neueren, anspruchsvolleren Modellen (bspw. Flyer) wird ausschließlich die zweite Variante eingebaut. Damit erübrigen sich störungsanfällige Verkabelungen zum Motor und der Batterie sowie aufwändige Reparaturen der Räder.
Eine zentral angeordnete Antriebseinheit sorgt für einen guten Wirkungsgrad, da sie dort sitzt wo der Mensch auch seine Muskelkraft einbringt. Die mittige Installation der Technik und des Akkus ergibt einen ausgewogenen, tiefen Schwerpunkt, was für ein gutes Fahrverhalten nicht unerheblich ist. Es entsteht kein Gewicht auf dem Gepäckträger oder an anderen ungünstigen Stellen wie Hinter- oder Vorderrad.
Mit einer Ketten- oder Radnabenschaltung wird das ganze in Schwung gebracht. Eine Radnabenschaltung bietet dabei den Vorteil, dass auch im Stehen geschaltet werden kann, außerdem verringert sich der Wartungsaufwand erheblich.
Die Stärke der Unterstützung wird beim Pedelec über ein Bedienelement am Lenker gesteuert. Ein Kraft- bzw. Bewegungssensor oder auch Trittfrequenzsensor (auch "PAS – Pedal Assist System") steuert den Motorantrieb und ist automatisch an die Tretkraft des Fahrers gekoppelt. Die Firma Flyer setzt sogenannte Trittfequenz- und Drehmomentsensoren (DMS) ein. Die Kraft des Fahrers wird beim Antrieb mit einbezogen. Berührungslos arbeitend übersetzen diese jederzeit die Kraft, die auf die Pedale wirkt, eins zu eins auf den Fahrer. Damit steuern hauptsächlich die Füße die eigentliche Motorenunterstützung.
Beim E-Bike wird meist, ähnlich dem Pedelec, die Motorenleistung mit der Hand am Lenker (z. B. Knopf oder Drehgriff) geregelt. Dies eignet sich besonders, wenn der Fahrer keine Kraft zum Pedalieren hat, beschränkt aber durch den höheren Energieverbrauch die Reichweite. Die zweite und aktuellere Lösung beim Antrieb des E-Bikes basiert auf einem Sensor. Einfache Bewegungssensoren registrieren nach dem Starten, dass ein Fahrer den Antrieb manuell in Gang bringt und schalten den Motor erst nach einigen Metern dazu.
Auch die für Elektrofahrräder verwendeten Akku-Technologien haben sich in den letzten Jahren wesentlich verändert. Wurden früher noch schwere Blei-Gel-Akkus eingesetzt, kamen später meist die Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) zum Einsatz. Für diese gilt es aber zu beachten, dass sie immer ganz leer gefahren werden sollten, da sonst der so genannte Memory-Effekt auftritt und die Akkus nicht mehr die volle Laufzeit unterstützen. Mit NiCd-Akkus werden Reichweiten von 20 bis 30 km erzielt, geeignet also für Kurzstrecken und auch für das nicht allzu dicke Portmonee.
Bedeutend mehr Kapazität verspricht ein Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH), mit welchem auch bei Steigungen oder im Anhängerbetrieb erstaunliche Reichweiten gefahren werden können – im Normalbetrieb bis zu 45 km. Allerdings reagiert dieser Akku-Typ auf hohe Temperaturen nicht unempfindlich.
Einen richtigen Entwicklungssprung in der Herstellung von Elektrofahrrädern stellt der Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion) bzw. der noch bessere Lithium-Ionen-Mangan Akku (Li-Ion Mn) dar. Ein sehr geringes Gewicht (1,2 bis 2,1 kg) sowie die hohe Kilometerleistung von bis 80 km bei hoher Leistungsfähigkeit zeichnen diese Technologie aus. Innerhalb weniger Stunden (in der Regel nicht mehr als vier) ist der Akku wieder aufgeladen. Dabei verbraucht der Akku auf 50 km gerade einmal soviel Strom wie eineinhalb Minuten warm duschen!
Durch diese intelligenten neuen Formen der Herstellung und auf Grund der Verarbeitung leicht gewichtiger Technik bieten Elektrofahrräder heute den vollen Komfort eines Mountainbikes oder Trekkingrads, nur eben mit dem "eingebauten Lächeln auf Knopfdruck". Hersteller und ein Netz kompetenter Händler in der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Deutschland bieten Probefahrten sowie hervorragenden Service und Beratung vor Ort. So ist es beispielsweise auch möglich, für den Urlaub Zusatzakkus auszuleihen oder über das Wochenende ein zusätzliches Elektrofahrrad zu mieten. Einige Hersteller bieten auch in Zusammenarbeit mit Radreiseunternehmen Touren speziell für Elektroradfahrer an.