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Private Krankenversicherung und ihre Vertriebswege

Wie bringen die Versicherer ihre private Krankenversicherung an den Mann oder an die Frau. Aktuell wurde hierzu erstmals eine Studie vorgelegt. Dabei wird deutlich: Vermittler, die ausschließlich ein Versicherungsunternehmen vertreten, spielen die wichtigste Rolle.

Die Ausschließlichkeit ist der wichtigste Vertriebsweg in der privaten Krankenversicherung. Ein beachtlicher Anteil der Versicherten bevorzugt jedoch auch die neutrale Beratung unabhängiger Vermittler, während der Vertrieb über Banken eine untergeordnete Rolle spielt. Der Direktvertrieb ist als Vertriebskanal nur beim Abschluss von Zusatzversicherungen von Bedeutung. Dies sind die Ergebnisse einer vom Beratungsunternehmen Tillinghast erstmals durchgeführten Analyse der Vertriebswege von privaten Krankenversicherungen in Deutschland.

Krankenvollversicherung: Hier sind auch unabhängige Berater gefragt
Das Ausschließlichkeitsprinzip, bei dem Vermittler ausschließlich eine Versicherung vertreten, dominiert mit einem Anteil von circa 57 Prozent den Gesamtmarkt der privaten Krankenversicherung. Dieser Vertriebsweg hat deshalb eine so große Bedeutung, da die Marktführer im Bereich private Krankenversicherung auf große gebundene Vertriebe zurückgreifen. Aber auch unabhängige Berater spielen eine große Rolle: Ihr Anteil liegt bei etwa 31 Prozent am privaten Krankenversicherungsmarkt. Aufgrund der Vielzahl und Komplexität der Krankenversicherungstarife bevorzugen viele Versicherte eine unabhängige Beratung, wie beispielsweise durch einen persönlichen Versicherungsvergleich. Dies ist insbesondere in der Krankenvollversicherung zu beobachten.

Private Krankenversicherung: Kaum über Banken vertrieben
Bei Zusatzversicherungen zeigt sich ein anderes Bild: Hier spielt der Direktvertrieb eine überdurchschnittlich große Rolle, der im Gesamtmarkt nur mit drei Prozent zu Buche schlägt. Dieser geringe Anteil entspricht auch dem des Vertriebes über eine Bank. Offenbar ist die beratungsintensive Branche der privaten Krankenversicherung nicht geeignet, am Bankschalter zu einem Vertragsabschluss zu kommen, wie es in einer Erklärung von Tillinghast heißt. Die Daten der Studie basieren auf einer Umfrage des Beratungsunternehmens unter allen privaten Krankenversicherern zur Verteilung ihres Neugeschäfts über die verschiedenen Vertriebswege.

28.08.2007 17:39:03 von 1plus
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